Im Gespräch mit Rob „Vegas“ Michel zu aktuellen Social Media Entwicklungen rund um Video, Content-Produktion und das Engagement-Management zu Medienformaten

Am letzten Dienstag sind wir wieder in weitere Gespräche im Rahmen unserer #d2mtalk-Reihe eingestiegen. Zu Gast bei der ersten Sendung in 2021 war Robert Michel aka „Rob Vegas“, selbsternannter „Internet Showmaster“, Youtuber und freischaffender Social Media Manager für verschiedene Medienformate. Gegenstand des Talks war der aktuelle Status-Quo beim Social Media Marketing & Management – generell und im Speziellen für Medienformate. Dabei sind einmal mehr spannende Inhalte auf den Tisch gekommen.

Demokratisierung der Content-Produktion & der Kampf um Aufmerksamkeit

Im ersten Teil des Gespräches sprachen wir mit Rob über seine Einschätzung wie sie die Content-Produktion (und im Speziellen die Video-Content-Produktion) verändert hat. Die einschlägigen Plattformen bieten heute eine umfangreiche Unterstützung und haben die Eintrittsbarrieren für die audiovisuelle Content-Produktion auf ein Minimum gesenkt. Jeder kann heute schnell ein Video machen, von unterwegs und mobil, mit Overlays und Audio-Ergänzungen (mobil) versehen und publizieren.

Die Demokratisierung der Video-Content-Produktion ist in der Masse angekommen. Was zählt, ist der Echtzeit- und Live-Moment in der Kommunikation. Qualitätsstandards für Videos sind neu zu bewerten – denn durchaus darf es unscharf oder verruckelt sein, wenn der Ton stimmt. Die Frage nach dem „guten Geschmack“ kann nicht einheitlich beantwortet werden, sondern steht im Zusammenhang mit der Jugend- und Pop-Kultur. Mit dieser Schwemme von Inhalten wird es aber immer schwieriger „echte Leuchttürme für ausreichend Aufmerksamkeit“ zu kreieren.

Der Erfolg für „Leuchttürme“ liegt dann in relevanten Botschaften und auch hoher Produktionsqualität – beides möglichst in Echtzeit, was Unternehmen natürlich sehr herausfordert, die noch in der Zeit der Einbahnstraßen-Kommunikation leben. Für Rob gibt es noch viel zu viel Unternehmen, die keine Kritik hören wollen und nur langweilige „Hochglanz“-Kommunikation machen.

Hier sind insbesondere für die jüngeren Zielgruppen die „Content-schaffenden“ Personenmarken (aka Influencer) auf den Social Media Plattformen viel authentischer und realitätsnäher. Für die Zielgruppe spielt es dabei keine Rolle, wenn die Influencer dafür auch Geld bekommen. Letztlich wird es von ihnen akzeptiert.

Fokus auf Community-Building beim Social Media Management für Medienformate

Im zweiten Teil des Gesprächs haben wir Rob nach seinen Empfehlungen für das Social Media Management für Medienformate ausgefragt. Er betreut als Freelancer verschiedene Formate von ARD oder Tele5. Dabei betonte er einmal mehr die Bedeutung des „Community Buildings“, um die Diskussionen zu Bündeln und die Zuschauer auf Social Media stärker an das Medienformat zu binden.

Über das Vehikel der „Community“ (sprich einer Gemeinschaft, die unter dem gleichen Hashtag auf Twitter oder auf einer FB-Seite diskutiert) erweitern sich dann auch die Möglichkeiten der Inhalte – und können sich auch von Sendungsinhalten lösen – z.B. durch begleitende „Rituale“ wie Cocktail-Mixing oder sonstigen Aktivitäten. Ansonsten gibt es bei der Kommunikation von Medienformaten immer zwei Phase: einmal die Ausstrahlungsphase, in der es „etwas“ (sprich die Senung) zu verkaufen gibt und die Sendung begleitet und der Ablauf der Sendung verortet und erklärt werden kann, und dann die „Produktionsphase“, wo die Sendung nicht läuft, aber die Community trotzdem am Leben gehalten werden muss.

Auch für die Moderation betonte er nochmals die Bedeutung der „Selbstheilungskräfte“ der Community, die das Social Media Management für die Formate unterstützen.

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19.01. / 15:30 Uhr: #d2mtalk 041 – Im Gespräch mit Olaf Kopp zu den Herausforderungen für einen strategischen Content Marketing Ansatz

Beim #d2mtalk 041 geht es einmal mehr um das strategische Content Marketing und was das bedeutet. Wir sprechen mit Olaf Kopp, Experte für Online Marketing, Content-Marketing & Customer Journey Management und Co-Founder sowie Chief Business Development Officer der Aufgesang GmbH. Der Fokus des Gesprächs liegt auf den Empfehlungen für das Zusammenspiel von Content Marketing und Customer Journey Management.