Der Weg ist das Ziel: 5 Kriterien für ein nachhaltiges Influencer Marketing

Noch vor gar nicht allzu langer Zeit war das Influencer Marketing für viele Unternehmen ein umstrittenes Thema. Heute ist es in immer mehr Kampagnen-Budgets gar nicht mehr wegzudenken. Aus unserer letzten Diskussion beim Influencer Marketing FORUM ging hervor, dass das Influencer Marketing längst nicht mehr als Sonderdisziplin, sondern als Teil der Gesamtstrategie betrachtet werden müsse.

Zudem soll sich laut einer Prognose von Björn Wenzel, Geschäftsführer und Gründer von Lucky Shareman, das Marktvolumen in 2020 auf 990 Millionen Euro belaufen. Gute Gründe, um in diesem Beitrag näher auf 5 Kriterien einzugehen, die für eine optimale Umsetzung des Influencer Marketings eine entscheidende Rolle spielen.

Kriterien für ein erfolgreiches Influencer Marketing

Das Influencer Marketing hat sich in den letzten 2 – 3 Jahren in vielen Unternehmen als fester Bestandteil des Kommunikations-Mix etabliert. So ist das Für und Wider längst nicht mehr Bestandteil der Diskussionen. Vielmehr lag der Schwerpunkt unserer letzten Fachveranstaltung bei den Kriterien, die ein erfolgreiches Influencer Marketing ausmachen.

Eine klare Botschaft ist das A und O. Was wollen wir überhaupt mit unserer Influencer-Kampagne erreichen? Was ist uns wichtig? Wie wollen wir von unserer Community wahrgenommen werden? Welchen Nutzen wollen wir versprechen? Eine klare Botschaft sollte Ausgangslage jeder Influencer-Marketing-Kampagne sein. Niemand läuft gerne ziellos umher und verschwendet seine Ressourcen für Dinge, die dem Ziel nicht entgegensteuern.

Eine klare Botschaft hilft uns, den roten Faden zu finden und unser Ziel stets vor Augen zu haben. Zudem ist sie fundamental für die Auswahl unserer Zielgruppe als auch der Influencer. Je präziser die Botschaft definiert ist, desto fokussierter kann dem Kampagnenziel entgegensteuert werden. Nicht ohne Grund hob Sabrina Spinnler, Online Marketing Spezialistin bei GARDENA, die Tatsache hervor, dass es auch in der Zusammenarbeit mit Influencern keine „one-fits-all Lösung“ gibt.

Kenne Deine Zielgruppe. Bevor man an die Auswahl der Influencer herangeht, sollte man erst die gewünschte Zielgruppe definieren. Denn was bringt mir ein Influencer mit 1 Mio Followern und hohen Engagementraten, wenn er oder sie nicht die Personen ansprechen, für die meine Produkte oder meine Dienstleistungen ausgelegt sind? Jörg Schudrowitz von der Luxusmarke Gaggenau betonte in seinem Vortrag beim Influencer Marketing FORUM die Wichtigkeit der Zielgruppendefinition – denn erfolgreich ist eine Kampagne erst dann, wenn ihre Inszenierung auch die gewünschten Reaktionen hervorruft.

Spiele mit offenen Karten. Oezge Cevik, Junior Print & Digital PR Managerin Givenchy, legte allen Influencer-Marketing-Interessierten besonders die ehrliche Kommunikation ans Herz. Denn nur so seien authentische Influencer Relations überhaupt möglich. Eine transparente und ehrliche Darlegung aller Konditionen ist demnach die Grundlage für eine nachhaltige Zusammenarbeit und schafft Vertrauen, was sich schlussendlich auch positiv auf die Motivation beider Vertragspartner auswirken kann.

Traue Dich Neues auszuprobieren. Wo stünde die Entwicklung des Influencer-Marketings heute, wenn es niemanden gäbe, der Neues wagte? Im Marketing gilt es, nicht nur mit der Veränderung zu gehen. Erfolgreich sind besonders die, die die Veränderung in die Wege leiten. Und was kann schon schlimmeres passieren, als letztendlich aus unseren Fehlern zu lernen? Unserer Meinung nach: Nur Fortschritt.

Ricarda Humitsch, Teamlead Influencer Marketing PURELEI, ermutigte auch in ihrem Schlusswort beim Influencer Marketing FORUM, Neues zu wagen und berichtete dabei von dem innovativen Vorgehen bei PURELEI, bei dem drei gänzlich verschiedene Influencer auswählt wurden und so trotz diversifizierter Produkte die gewünschten Zielgruppen gezielt angesprochen werden konnten.

Bleibe auf dem aktuellsten Stand. Die VUCA dringt auch in die kleinsten Ecken hervor. Was wir heute über das Influencer Marketing und seine KPI´s wissen, kann sich morgen bereits ändern. Eine hohe Reichweite, die Anzahl der Likes und Engagementzahlen sind längst nicht mehr für die Erfolgsmessung ausschlaggebend. „Es ist nicht klar, ob die Bilder geliked werden, weil sie das Idol zeigen oder besonders schön inszeniert sind.“, argumentierte Sara Urbainczyk in basicthinking.de.

Und auch Lucky Shareman Gründer, Björn Wenzel, erklärte in seinem Vortrag warum Engagement nicht alles ist: Beispielsweise folgen laut einer Umfrage etwa 50 % der Follower ihren Influencern, weil zu ihnen stehen. Interaktionsraten sagen deshalb nur wenig über den tatsächlichen Erfolg aus. Umso wichtiger ist es, sich über die neuesten Entwicklungen über die KPI´s in der Influencer-Szene zu erkundigen. Heute seien dies vor allem die Wiedererinnerungsrate sowie der Coolness Faktor.

 

Mit der Beachtung dieser Kriterien sei bereits zu Beginn einer Influencer-Marketing Kampagne eine gute Basis für eine nachhaltige Zusammenarbeit geschaffen. Worauf es in der Zusammenarbeit mit Influencern ankommt, haben wir in „Der Wandel im Influencer-Marketing: Diese 5 Faktoren spielen künftig eine entscheidende Rolle“ zusammengefasst.

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