Es geht mehr um Awareness und weniger um Conversion

Es geht mehr um Awareness, als um Conversion. Das Influencer Marketing FORUM im Rückblick.

Am 23. Oktober und 5. November fand in Hamburg und München das Influencer Marketing FORUM statt. Dort trafen sich Marketers und Influencer-Verantwortliche aus Unternehmen, wie Purelei, Givenchy, Lucky Shareman und Gardena, um über die verschiedenen Strategien und Handlungsempfehlungen für die Zusammenarbeit mit Influencern zu sprechen.

Feststand, dass das Influencer Marketing durch Veränderungen geht und längst nicht mehr nur eine Sonderdisziplin ist. Im Folgenden geben wir einen Rückblick auf die verschiedenen Vorträge.

„Der Hype ist vorbei, das Thema aber noch lange nicht vom Tisch.“

Das war die Kernaussage, mit der Judith Christina Pierau & Loredana Schelper von Fleishman Hillard, den Wandel von Influencer Marketing hin zum Zusammenspiel mit Influencer Relations beschrieben.

Während es Judith Pierau und Loredana Schelper beim Influencer Marketing FORUMbeim Influencer Marketing nämlich um die Ausgestaltung von Marketing und Media-Konzepten mit reichweitenstarken Personenmarken geht (Macro-Influencer), bedarf das Influencer Relations Mgmt die Entfaltung von Kommunikations- & Marketing-Konzepten von themenbezogenen Meinungsführern (Micro-Influencer). Dabei geht es nicht mehr um das „Ob“, sondern vielmehr darum, ein Bewusstsein für die rechtliche Komponente zu schaffen und die Silos zwischen einzelnen Abteilungen einzureißen. Denn das Influencer Marketing gehört längst nicht mehr als Sonderdisziplin betrachtet, sondern in die Gesamtstrategie!

Ob für die Gesamtstrategie dann Influencer oder doch – Sinn-fluencer – geeignet sind, oder ob die eigenen Mitarbeiter Markenbotschafter eingesetzt werden, hängt ganz davon ab, zu welchen Zwecken ein Produkt vermarktet wird.

„Ehrliche Kommunikation ist das A und O.“

In ihrem Fachvortrag über das Influencer Marketing bei der Luxusmarke Parfums Givenchy, berichtete Oezge Cevik über die verschiedenen Influencer Marketing Strategien, um mehr Awareness und Markenpräsenz zu schaffen.

Das strategische Influencer Marketing & Relations spielt hier für die Junior Print & Digital PR Managerin eine wesentliche Rolle. Ihr Rat an unsere Teilnehmer: Ehrliche Kommunikation ist das A und O. Denn nur so seien auch „echte“ und authentische Influencer Relations möglich.

„Eine klar definierte Zielgruppe ist bei der Influencer-Auswahl entscheidend.“

Jörg Schudrowitz berichtete in seinem Vortrag über das Macro- und Micro-Influencer-Marketing für die Hausgeräte der Luxusmarke Gaggenau. Das Zusammenspiel von Inszenierung und emotionaler Wirkung sei bei den Luxusprodukten nämlich entscheidend – so auch eine präzise Vorgehensweise bei der Wahl der Influencer.

„Der Mix macht den Erfolg.“

Auch Jana Nörenberg von Tchibo gab unseren Teilnehmern spannende Impulse für die Zusammenarbeit mit Influencern und Bloggern. Als Foodbloggerin bringt Jana auch das Verständnis für die Blogger Welt mit. In der Kooperation mit Bloggern geht es ihr vor allem um die Qualität, statt die Quantität. Die sorgsame Überprüfung jedes einzelnen Influencers bzw. Bloggers vor der Zusammenarbeit sei deshalb besonders wichtig. Dabei gilt auch für sie: Das Influencer Marketing muss als Teil des gesamten Marketing-Mix, statt gesondert gesehen werden.

„Traut Euch, Neues auszuprobieren!“

Das betonte Ricarda Humitsch, Teamlead Influencer Marketing, in ihrem Schlusswort. Die Influencer-Marketing Verantwortliche berichtete dabei von den spannenden Influencer Kollektionen bei PURELEI, die für ihre Kampagne drei gänzlich verschiedene Influencer auswählten, um ihre Produkte noch gezielter und diversifizierter in Szene zu setzen. Auch hier galt die Authentizität und der Brand-Fit an oberster Stelle. Dies kann gefördert werden, indem Influencer ihre Postings in den Alltag integrieren.

„Never forget to say thank you.“

 Jana Lukaszewitz, Gründerin und CEO von Casablnca Influencer Solutions, erklärte in ihrem Fachbeitrag, wie nachhaltiges Influencer Marketing funktioniert und betonte dabei die Wichtigkeit von Kommunikation. Nach Feedback zu fragen, selbst wenn die Kampagne nicht gut lief, zeugt von Natürlichkeit und festigt eine freundschaftliche Beziehung zum Influencer. 

„Engagement ist nicht alles!“

Warum Engagement nicht alles ist, erklärte Lucky Shareman Gründer, Björn Wenzel. Laut einer Umfrage folgen dabei nur etwa 50 % der Follower ihren Influencern, weil sie zu ihnen stehen. Interaktionsraten sagen deshalb wenig über den tatsächlichen Erfolg aus. Zur Messung von Branding Kampagnen empfiehlt deshalb Björn Wenzel die Marktforschung. Zudem gelten als neue wichtige KPI´s z.B der Coolness Faktor oder die Wiedererinnerungsrate. Sein Rat an die Teilnehmer: „Macht Influencer Marketing nur, wenn ihr ein Ziel habt!“

„Disruption ist allgegenwärtig.“

Thomas Spiller, VP Brand Solutions bei Studio71, lieferte in seinem Vortrag wichtige Hinweise, womit sich Influencer-Verantwortliche stärker beschäftigen und weniger im Detail verlieren sollten. Dabei betrachtete er das Thema Influencer Marketing aus einer ganz neuen Perspektive – nämlich aus den jeweiligen Treibern „Technologie“, „Content & Stories“ & „Produkte“.

„Es gibt auch Platz für analoge Produkte im Netz!“

Mit einer kreativen Einführung brachte Sandra Suppa, Head of Corporate Communications bei Faber-Castell, die Besonderheit von analogen Produkten im Netz zum Ausdruck. Dabei handelte es sich um eine hyperrealistische Zeichnung, die bereits erahnen ließ: bei Faber-Castell sind Influencer nicht Influencer, sondern Künstler. „Do-it-Together“, statt „Do-it-Yourself“, ist hier die Devise des Influencer-Marketings, indem sich die Künstler untereinander vernetzen und mit künstlerischen Inhalten Markenerlebnisse schaffen. Dass es auch hier also nicht unbedingt um Sales und Conversion, sondern um die Awareness und das Engagement geht, wird deutlich.

„Es gibt keine one-fits-all Kampagne in der Zusammenarbeit mit Influencern“

Im letzten Beitrag zeigte Sabrina Spinnler, Online Marketing Spezialistin bei GARDENA, die 4 Schritte zur erfolgreichen Zusammenarbeit mit Influencern auf. Dabei sei noch vor dem Kampagnen Set-Up und der Suche nach geeigneten Influencern die Zielgruppendefinition und Formulierung einer Botschaft grundlegend.

 

Vielen Dank an unsere Referenten und Teilnehmer für die spannenden Vorträge, Praxiseinblicke, den Erfahrungsaustausch und die neuen Impulse rund um die neuen Ansätze für die Zusammenarbeit mit Influencern!

Das war unser Rückblick auf das Influencer Marketing FORUM! Sie wollen mehr über unsere laufenden Aktivitäten erfahren? Dann tragen Sie sich auch in unseren Newsletter ein oder folgen Sie uns auf Twitter, Facebook oder Linkedin.

Lesen Sie auch unseren Blogbeitrag über die 5 Erfolgsfaktoren für die Zusammenarbeit mit Influencern.

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Marta Medvedec

Marta Medvedec

Marta Medvedec ist für das Content Marketing Management bei Kongress Media zuständig und unterstützt diese bei der inhaltlichen Ausgestaltung der verschiedenen Fachblogs rund um die Themen & Events zur Digitalisierung & digitalen Transformation.

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