Von der Krise der Unternehmenskommunikation zu den Erwartungen der #d2m19 Botschafter

Auch für den D2M SUMMIT wählen wir jedes Jahr eine Reihe von Experten und Themeninteressierten aus und laden sie als „Botschafter“ für die Veranstaltung ein. Die Idee hinter dem Programm ist, eine „dritte“ Meinung und Sichtweise auf die Diskussionen bei der Veranstaltung zu sammeln.

Dieses Jahr haben wir eine spannende Runde zusammenbekommen (siehe Liste der Botschafter) und allesamt gleich mal nach ihren Erwartungen an die Themendiskussion befragt. Dabei sind ein paar spannende Antworten rausgekommen. Deutlich wird, dass „Content & Social Media Marketing“ nicht mehr so ganz einfach ist, sondern mittlerweile doch einige Herausforderungen mit sich bringt.

Hier die ersten sechs Statements:

Falk Hedemann, Freier Journalist, Blogger und Berater für digitale Kommunikation (@Wissenssucher)

Ich erwarte mir vom diesjährigen Motto ¡Engage! Antworten auf die Krise in der Unternehmenskommunikation, die viele noch gar nicht erkannt haben, in der wir uns aus meiner Sicht aber längst befinden: Marken fluten das Netz mit Inhalten und Botschaften, die nicht dialogorientiert sind und die Kundenperspektive ignorieren. Ich freue mich daher auf die interessante Diskussion „Content & Social Media Marketing in der Krise!? Erfolg nur mit mehr Media-Budget?“ am Ende des ersten Konferenztages.

Linda Gode, Digital-Beraterin für Social-Entrepreneure (www.digital-weltverbessern.de)

»Wie kann ich den Content für mich so nutzen, dass ich neben hohem Engagement aber auch nachhaltig davon profitiere?« In Zeiten von #paidmedia wird es umso schwieriger authentisches Storytelling zu betreiben. Paid Campaigns müssen sich deutlich stärker behaupten, als in den letzten Jahren. Das Media-Invest soll sich hinsichtlich Leads und Conversions natürlich profitieren. Das hat zur Folge: Werbeanzeigen werden noch werblicher und müssen »für den Moment« performen. Das Storytelling geht im Gegensatz zum organischen Post deutlich verloren. Nachhaltigkeit damit auch. Ich bin sehr gespannt auf Diskussionen zu diesem Thema auf dem D2M Summit und zu den Alternativen wie Dark Social.

Thorsten Ising, Berater für Online- und Social Media Marketing (@ThorstenIsing)

Gerade der Bereich Dark Social rückt für mich immer mehr in den Fokus. Der Trend, Content nicht mehr nur öffentlich zu distributieren, sondern im 1:1 oder 1:n im mehr oder weniger geschlossenen Raum zu nutzen. Daher freue ich mich sehr auf den Case „Wieso WhatsApp der bessere Newsletter ist – Chancen, Potentiale, Probleme“, aber auch auf die anderen Themennahen Beiträge rund um Chatbots und Co.

Mira Mondstein, MamaBloggerin, Autorin & Content-Managerin (@MondsteinMira)

Ich freue mich insbesondere auf die Auseinandersetzung mit den Fragen bezüglich der Relevanz von Content-Strategien in Symbiose mit Social Media Marketing. Denn Content wird derzeit „en masse“ produziert. Man wird regelrecht von den besten Tipps, tollsten Errungenschaften und #howto Beiträgen erschlagen. Da die Balance zu finden, ist super schwer. Außerdem bin ich wirklich neugierig auf die Etablierung neuer Systeme.

Sonja Reiche, Grafik- und Webdesignerin sowie Content-Marketerin (@LandundHafen)

Was funktioniert wo und wie – und was geht auch mal komplett schief?! Die Ehrlichkeit, mit der die Referent*innen anhand von Fallstudien ihre Erfahrungen mit uns teilen, finde ich mutig und authentisch. Beim D2M Summit interessieren mich der exklusive Blick hinter die Kulissen der Unternehmen und die Erfahrungen, wie wichtig dieses Storytelling auf allen Ebenen ist, welche Sympathiewerte es schafft. Trotzdem scheuen sich in der Praxis nach wie vor zu viele vor ehrlichem Content zugunsten von Werbemasse. Daher erwarte ich mit Spannung die Themenblöcke rund um die „Digitale Markenkommunikation“ am ersten Konferenztag, die mir sicher wieder viele neue Impulse und Argumente geben werden.

Kai Thrun, selbstständiger Berater für digitale Kommunikation (@KaiThrun)

Der D2M Summit ist immer ein exzellenter Ort, um neue Eindrücke zu gewinnen. Mein Fokus liegt in diesem Jahr auf den psychologischen und soziologischen Kniffen, die Anwendung gefunden haben. Die handwerkliche Umsetzung lässt sich in der Regel ohnehin nur schwer nachahmen, daher konzentriere ich mich auf die Ebenen darunter. Bei allen Möglichkeiten vergessen wir zu schnell, wer am anderen Ende der Leitung sitzt: ein Mensch. Wer das Ende seiner Leitung besser versteht, wird am Anfang ganz anders seine Inhalte aufbereiten. Wie das die Unternehmen für die einzelnen Herausforderungen gemacht haben, dafür komme ich gern nach Hamburg.