Content Commerce – vom Addon zum Kern-Feature

Lange Zeit war die Zusammenführung von Content und Commerce mit der Einbindung von unterhaltenden und begeisternden Inhalten im Shop-Kontext eher ein Merkmal von „über den Tellerrand schauenden“ Ansätzen. Das besondere Augenmerk auf Kundenorientierung und Kundenbegeisterung war im Preis- und Verfügbarkeits-Wettbewerb des Online-Shoppings eher ein besonderer USP für einige wenige Plattformen. In jüngster Zeit wird das Thema immer mehr zum zentralen „Must-Have“-Feature.

Im Kampf gegen die Bedeutungslosigkeit im Online-Shopping-Wettkampf

Im Wettbewerb mit Amazon und den großen Universal- und Spezial-Versendern wie z.B. Otto, Zalando, Notebooksbilliger.de oder Voelkner können die kleineren Händler und Produzenten nicht mit Preis- oder Convenience-Argumenten punkten bzw. überhaupt „mithalten“. Zunehmend wird verstanden – dass es hier eine Entkoppelung von diesem Wettbewerb braucht – durch digitale Erlebniskomponenten wie spannende Geschichten und Inhalte rund um das Produkt, digitale Services für die richtige Nutzung der Produkte wie z.B. interaktive Tutorials, Rezepte oder Anleitungsvideos und die Ausschöpfung von emotionalem Bindungspotential.

„Storytelling im Online-Shop“, „Content Marketing“, „Experience Business“ oder „Content Commerce“ – so lauten die aktuellen Schlagworte für die Einbindung von spannenden Inhalten als Erlebniskomponenten in der Customer Journey beim Produktkauf.

Content Commerce ist kein neuer, mehr ein derzeit anhaltender Trend. Er spricht Verbraucher an, die nicht nach dem günstigsten Schnäppchen suchen. Sie suchen Qualität, Einzigartigkeit, ein besonderes Erlebnis.  [Quelle]

Wie auch schon an anderer Stellen geschrieben – gibt es immer noch zahlreiche Herausforderungen und „Bremsfaktoren“, die die Umsetzung von solchen Konzepte „ausbremsen“. Das größte Problem sind zumeist die bereits „bebauten Wiesen“ – sowohl auf der Content- als auch Commerce-Seite. Insbesonderen bei den großen Unternehmen gibt es laufende Systeme zu den jeweiligen Themen, deren Grundidee nicht auf dem Zusammenspiel von Content und Commerce fußt. Hier braucht es intelligente Herangehensweisen für die Integration und Zusammenführung der Systeme – oder gar eine Ablösung.

Lernen aus Projekterfahrungen beim MarTech Kongress

Beim MarTech Kongress am 15. November in Hamburg geht es – im Themenstrang Content & Commerce – genau um die Erfahrungen und gelösten Herausforderungen bei der zukunftsweisenden Ausrichtung von Content- und Commerce-Konzepten. Verschiedene Beispiele wie EnBW, Daimler oder ELO Stahlwaren zeigen, welche Effekte aus einer stärkeren „Customer Experience“ und einen Fokus auf relevanten Inhalten in der Customer Journey erzielt werden können.

Das Ziel der Veranstaltung ist es über die Diskussion entlang der Praxis- und Expertenbeiträge sowie den interaktiven Workshops Handlungsempfehlungen für die kundenorientierte Weiterentwicklung von digitalen Plattformen herauszuarbeiten.