Influencer Marketing FORUM diskutiert die Erfolgsfaktoren bei der Zusammenarbeit mit Multiplikatoren

Als Spezial-Event zum Erfahrungsaustausch rund um die Zusammenarbeit mit Multiplikatoren in Marketing und Kommunikation haben wir im letzten Dezember das „Influencer Marketing FORUM“ gestartet, welches wir in diesem Jahr mit je einer Veranstaltung in Hamburg (am 24.10.) und in München am (07.11.) mehr Raum und Diskussionsfläche geben. Dabei geht es um Erfahrungswerte und Empfehlungen in der Zusammenarbeit mit Influencern, Kreativen und Markenbotschaftern.

Wie schon im letzten Jahr andiskutiert, braucht das Thema eine differenziertere Diskussion – sowohl zu den Gestaltungsansätzen als auch zum Projektmanagement. Und hierzu wollen wir mit dem Influencer Marketing FORUM in diesem Jahr eine Plattform bieten. Im Folgenden will ich unsere Gedanken zur diesjährigen Ausrichtung der Veranstaltung skizzieren.

Mit Influencern innovative & kreative Wege in Kommunikation & Marketing gehen!

Ein wesentliches Ergebnis der letztjährigen Veranstaltung war der Ruf nach mehr „innovativen und kreativen“ Wegen, die Unternehmen sich bei der Zusammenarbeit mit Multiplikatoren trauen sollten einzuschlagen. Statt ein „plumpes“ Schalten von „Product Placements“ im Nachrichtenstream von Multiplikatoren sollten Unternehmen mit Multiplikatoren „kreative Ansatzpunkte“ suchen, wo die Marke in die Inszenierung und das Storytelling der Multiplikatoren passt.

Coral wie auch Milka und Bifi haben die Meßlatte der „Fails“ in 2017/2018 schon sehr hoch gelegt – damit muss nach Experten jetzt Schluss sein. Das Problem ist aber mitunter nicht gelöst – da die „Arbeit mit Influencern“ vielfach mit den falschen Zielen und aus den falschen Abteilungen organisiert wird. Zumeist geht es dabei um „Markenbekanntheitsziele“, die über die Schaltung von Werbung in „alternativen“ Kanälen (hier Instagram) realisiert werden. Dass dabei nicht mehr als „Product Placements“ rauskommt – ist vielfach schon vorbestimmt.

Der alternative Weg heißt „Gestaltungsraum“ für die Ideen der involvierten Multiplikatoren zu geben und mit diesen spannende Geschichten aufzusetzen. Ein Ansatz sind dabei die beliebten „Challenges“ wie z.B. bei der Einrichtungs-Challenge von IKEA, bei der Youtuber in Paaren ein Wohnzimmer in drei Stunden einrichten sollten:

Hintergründe zu dieser und anderen Kreativ-Kampagnen bei Vivian Pein

Ein anderer Ansatz sind Co-Creation-Wettbewerbe – wie z.B. der #WhiteCupContest von Starbucks aus 2014, bei dem kreativ verschönerte und auf Instagram geteilte Starbucks-Becher prämiert wurden.

Natürlich zählen zu den kreativen Ansätzen auch die speziellen Produkt-Reihen mit Multiplikatoren wie z.B. die Pflegeserie LVLY von dm & Paola Maria – aber natürlich sind solche Ansätze nicht immer von jedem Unternehmen realisierbar.

Es kommt bei dem kreativen Herangehen auf das „Umdenken“ bei den Verantwortlichen an – von der Denke „Wir wollen unsere Messages und Produkte in Kanälen mit Bekanntheit platzieren“ zum Verständnis der Themen und Interessen der speziellen „Resonanzräume“ von Multiplikatoren und ihren Fans. Dann ist weiterhin die Frage zu klären, wie an eine solche kreative Zusammenarbeit herangegangen wird – sprich welche Multiplikatoren spricht man wie an, wie ist die Zusammenarbeit rechtlich und konzeptionell zu gestalten und zu koordinieren und wie ist der Erfolg zu messen.

Neben Experten- und Praxis-Vorträgen haben wir deshalb den Nachmittag beim Influencer Marketing FORUM für einen interaktiven Teil reserviert, bei dem die Teilnehmer zusammen mit den Experten Handlungsempfehlungen für die einzelnen Projektphasen ausarbeiten.

Aus Projekterfahrungen lernen und die Erfolgsfaktoren zum Kampagnenmanagement verdichten

Wie schon beim ersten Influencer Marketing FORUM diskutieren auch die diesjährigen Veranstaltungen die Fallstudien vor allem aus der Sicht der Unternehmen. Dabei haben wir für Hamburg bereits feste Zusagen von der Sparkasse und dem SOS Kinderdorf e.V. erhalten – eine B2C und eine B2B Fallstudie stehen noch aus. Für München bestehen Zusagen von Telefonica, Innogy und (auch) SOS Kinderdorf e.V. Auch hier steht noch eine B2B Fallstudie in der finalen Absprache.

Als Expertinnen haben wir diesmal für beide Termine Judith Christina Pierau (FleishmanHillard) mit einem Überblick über aktuelle Trends und Entwicklungen bei der Kampagnen-Praxis, Jenny Hubertus (Bartsch Rechtsanwälte) mit der Diskussion der rechtlichen Herausforderungen und Laura Pier (Social Match) mit der Diskussion der Prinzipien für sozialen Einfluss.

Im Rahmen der Workshops und der anschließenden Diskussion sollen dann ein „Leitfaden“ mit Empfehlungen für ein möglichst optimales Projektmanagement von Influencer-Kampagnen mit allen Teilnehmern der Veranstaltung zusammengetragen und dokumentiert werden. Damit wollen wir bei der Veranstaltung erstmals ein handfestes Veranstaltungsergebnis erzeugen, welches die Teilnehmer zum Ende mit in ihr Unternehmen nehmen können.

Wir freuen uns schon jetzt auf die spannende Diskussion und werden in den kommenden Wochen hier im Blog einzelnen Fragestellungen noch weiter vorbereiten.