Laura-Jane Freutel: Mit Video können B2B-Themen einfacher und emotionaler vermittelt werden! #d2m18

Mit diesem Beitrag aus der Reihe „#d2m18 Interviews“ möchten wir eine weitere Referentin des D2M SUMMIT vorstellen: Laura-Jane Freutel, Communication Manager – Fokus digitaler Content & Videoproduktion bei der Hapag-Lloyd AG. Wie ihr Positionstitel schon beschreibt – organisiert sie bei Hapag-Lloyd die digitale Kundenkommunikation und berichtet uns beim D2M SUMMIT 2018, wie mit digitaler Kommunikation eins erreicht werden kann:  „Make Schifffahrt great again!“

Im Interview haben wir uns über die Hintergründe und ihre Sicht auf die Entwicklungen in der digitalen Kundenkommunikation unterhalten:

(1) Laura – Du wirst beim D2M SUMMIT über Deine Erfahrungen mit der digitalen Kundenkommunikation bei Hapag-Lloyd berichten. Was wird Deine Kernaussage sein?

Laura-Jane Freutel: Digitale Kundenkommunikation ist auch im B2B Bereich die beste Möglichkeit Kunden gezielt anzusprechen und von der Marke zu überzeugen. Egal, ob B2C oder B2B am Ende gilt es Menschen abzuholen und zu begeistern.

(2) Mit welchen Inhalten und Formaten begeistert Ihr Eure Stakeholder?

Laura-Jane Freutel: Das ist ein wenig Plattform abhängig. Wir machen aber generell viel im Social Media Bereich und haben vor, die Social Media Channels noch stärker auszubauen. Video spielt bei uns eine wichtige Rolle. Speziell im B2B Bereich kann man Themen über Video-Botschaften einfacher, aber auch emotionaler vermitteln.

Inhalte sind dann Tutorials, Expertenzitate aber auch mal tolle Bilder von Board oder Situationen, die man sonst als normaler Kunde/Fan oder Follower nicht sehen und erleben könnte.

Generell, geht es gerade darum zu vermitteln, dass Logistik für uns alle eine ziemlich wichtige Rolle spielt. Ohne Logistik – in unserem Fall Schifffahrt – wären unsere Supermärkte quasi leer.

Das B2B-Thema – speziell die Logistik – wird in der Öffentlichkeit oft als nicht wirklich „sexy“ wahrgenommen. Einen gefüllten Supermarkt und auch alle weiteren Möglichkeiten, die uns die Logistik bietet, finde ich aber ziemlich „sexy“ und lebensnotwendig! Das gilt es über die Möglichkeiten der digitalen Kommunikation zu vermitteln.

(3) Du hast ja schon einige Stationen im Themenfeld digitale Kommunikation hinter Dir. Welche Veränderungen siehst Du in diesem Thema? Über die Jahre und auch zwischen den Themenfeldern?

Laura-Jane Freutel: Hier bei Hapag-Lloyd befasse ich mich das erste Mal richtig tiefergehend mit B2B. Davor war ich eher im B2C-Bereich tätig. Konnte aber generell im Bereich digitale Kommunikation schon einige Jahre Erfahrung sammeln.

Generell finde ich es immer faszinierend, neue Kanäle zu versuchen. Es tut sich ja ständig was auf dem „Markt“. Aber auch der Bereich Video ist total in den Fokus gerückt.

Vor ein paar Jahren hat sich noch keiner an das Thema getraut. Denn es hieß immer, dass Video mit vielen Kosten verbunden ist. Heute kann man guten und relevanten Video-Content schon günstig erstellen bzw. erstellen lassen. Das finde ich sehr spannend aber auch absolut sinnvoll.

Ich finde zudem, dass sich die Unternehmen verändert haben – bzw. ihre Art der Kommunikation. Früher ging es mehr um die „Message“ der Unternehmens und um die Verbreitung dieser am Markt. Heute schaut man stärker auf Zielgruppen und prüft, was für diese relevant sein könnte, und passt seine Botschaften dahingehend an.

(4) Was sind für Dich die großen Herausforderungen bei der digitalen Kommunikation – wie Ihr sie heute bei Hapag Lloyd macht?

Laura-Jane Freutel: Das Thema Digital Knowledge in Unternehmen sehr wichtig. Wenn verstanden wird welche Möglichkeiten Digitalisierung mit sich bringt und das z.B. Social Media keine Spielerei ist – dann wird ein Fokus auf das Thema gelegt. Sprich, Budgets und Ressourcen dafür geplant und das ist super wichtig.

(5) Derzeit wird ja oft der Ruf nach „Content Exzellenz“ laut – weil immer mehr Unternehmen versuchen, mit mehr oder minder interessanten Inhalten die Aufmerksamkeit der Stakeholder einzufangen, und nur der wirklich gute „Content“ am Ende Erfolg haben soll. Merkt Ihr das auch schon? Oder besteht in Eurem Bereich und bei Euren Stakeholdern eher noch ein „Content-Vakuum“ – das alles aufsaugt, was angeboten wird?

Laura-Jane Freutel: Hmm…ich tue mich mit dem Begriff sehr schwer, weil er – so glaube ich – sehr von der persönlichen Wahrnehmung abhängt. Für die einen ist Content schon gut und „clickable“ – für die anderen überhaupt nicht. Qualität muss daher immer individual definiert werden.

Aber was man dazu natürlich noch sagen muss, ist, dass es einem leider die Algorithmen der Kanäle oft auch einen Strich durch die Rechnung machen. 🙂 Der Content kann total gut produziert und wertvoll für die Zielgruppe sein – kommt dort aber evtl gar nicht an…

Ich glaube, man muss immer genau nachverfolgen und auswerten, welche Inhalte beim Konsumenten „performen“ und dann dahingehend optimieren. Und ja, leider muss man mittlerweile neben der eigentlichen Content-Produktion auch Budget für Media einplanen!

(6) Budget für Media rund um Inhalte heißt ja zu neudeutsch auch Budget für die „Content-Distribution“. Was sind da Deine Empfehlungen?

Laura-Jane Freutel: Das kommt immer auf das Ziel an, welches man erreichen möchte. Im Bereich „Social Media“ kann das vielfältig sein. Möchte man evtl. neue Follower dazu gewinnen – aus bestimmten Regionen oder mit bestimmten Interessen – oder „einfach“ nur eine Post-Promotions nutzen (also gezielt Reichweite für einen Post einkaufen). Das sind aber nur einige wenige Beispiele.

Wichtig ist, dass man vielfältige Möglichkeiten hat sehr genau seine Zielgruppen zu definieren und dank Advertising/Media auch zu erreichen.

Die Kanäle bieten dann aber auch immer unterschiedliche Möglichkeiten an. Ich finde es immer gut, im Bereich „Media“ mit Agenturen zusammen zu arbeiten. Denn so wichtig dieser Bereich ist – so zeitintensiv ist er auch!

Videos „performen“ übrigens im Media-Bereich auch sehr gut. Das ist für uns super, weil wir ja gerade sehr viel mit dem Format Video arbeiten.

(7) Mit welchen Erwartungen kommst Du zum D2M SUMMIT?

Laura-Jane Freutel: Ich liebe es, mich mit Leuten aus der Branche auszutauschen und zu vernetzen. Man lernt immer etwas Neues dazu und nimmt neue Ansätze und Inspiration mit. Das ist einfach grandios und das erhoffe ich mir auch vom D2M Summit in diesem Jahr!

Wir danken Laura-Jane Freutel für ihre Zeit und das Interview.

Diskutieren Sie mit Laura-Jane Freutel und weiteren Praxisreferenten Erfahrungen und praktische Implikationen für die digitale Kunden- und Servicekommunikation beim D2M SUMMIT – und sichern Sie noch heute Ihre Teilnahme!