Mit Monitoring und Influencern das Digitale Marketing auf eine neue Ebene tragen

Zwei spannende Tage liegen nun schon eine Weile hinter uns. Ich will das Monitoring FORUM und das Influencer Marketing FORUM, die beide vor knapp zwei Wochen stattfanden, rückblickend einmal kurz aufarbeiten und den aktuellen Stand der Entwicklung visualisieren, der sich in beiden Bereichen, der Datenanalyse und dem Einsatz von Persönlichkeiten, maßgeblich auf das Marketing von Unternehmen auswirkt.

Monitoring FORUM: Die Zwei-Klassen-Gesellschaft im Monitoring Sektor

Inhaltlich bildet das Monitoring FORUM mit seiner 5. Auflage nun wirklich schon ein fortschrittliches Bild ab. Klar, auf der einen Seite sprechen wir auch hier immer noch über viel händische Arbeit, da heute nach wie vor viele Unternehmen erst am Anfang stehen oder eine Tool-Implementierung als solches langfristig für ausreichend halten. Auch den im Monitoring fortgeschrittenen Unternehmen fehlt es noch an einer maßgeblichen Professionalisierung. Dass Erfolg eben nicht aus Social Data zurückzuführen ist, machte nicht nur die Keynote von Nathan Elliott zu Beginn des Events deutlich. Erst die Analyse und Auswertung von Social Insights liefern vitale Daten, die eine Ausrichtung des Marketing überhaupt erst zielführend möglich machen. Dass dieser Prozess aufgebrochen in sämtliche Unternehmensbereiche integriert sein muss, davon sprechen wir ja nicht erst seit diesem Jahr, doch viele scheinen auch hier a) nicht die Notwendigkeit zu sehen oder b) an innerbetrieblicher Ignoranz zu scheitern. („We must educate our companies.“)

Auch im Monitoring-Feld ist es wie damals zu Anfangszeiten von Social Media – Unternehmen laufen einfach los und schauen, was draus wird. Dass aber die strategische Reife eines Analyseprozesses entscheidend ist für die Qualität der Datenausgabe, und dass damit viel Selektionsarbeit wegfällt, das scheint vielen nicht bewusst zu sein. Datenwissenschaft vor Datenalchemie, sagt Martin Szugat.

Neben diesen generischen Problemen und Herausforderungen gibt es aber auch im fortschrittlichen Monitoring-Umfeld für Pioniere Schwierigkeiten hinsichtlich der weitergehenden Professionalisierung. Da geht es um globales Monitoring, angepasst an länderspezifische Anforderungen, sowie um die Ausbildung von Fachspezialisten, die mit den Schnittstellen im Detail umzugehen wissen müssen, und letztendlich darum, von der Datenauswertung ins reaktive Handeln zu kommen.

Es gibt auf der einen Seite nach wie vor Starter, die noch am Anfang ihrer Analysekompetenz stehen und sich frisch auf dem Feld orientieren, und die herangewachsenen Profis, die nicht mehr nur die Reputation retten und auf aktuelle Trends reagieren, sondern durch Insights vielmehr inhaltlich vorgreifen, um aufkommende Trends von Morgen schon heute zu kennen und reaktiv zu behandeln.
Insgesamt ist hier über die Jahre ein wirklich professioneller Bestandteil des Marketing aufgebaut worden, der in jedem Fall noch weiter gefestigt und auf neue Entwicklungen angepasst werden muss. (zum Storify Feed)

Influencer Marketing FORUM: Für ein spezifisches Erfolgskonzept ist es noch zu früh – Planen, Ausprobieren, Scheitern

So spielt Monitoring schließlich auch eine ganz entscheidende Rolle für das Influencer Marketing, dem wir dieses Jahr ein eigenes Format widmeten. Beim Influencer Marketing FORUM ging es in erster Linie um das Vorstellen verschiedener Erfolgsgeschichten und wesentlicher Do’s and Dont’s. Gänzlich neu ist das Phänomen ja nicht, das auch längst nicht mehr als Hype bezeichnet werden kann. Mehr und mehr Unternehmen probieren sich und ihre Marken aus, mit speziellen Persönlichkeiten an die Öffentlichkeit zu treten und sich dem Empfehlungsmarketing zu bedienen.

Tatsächlich lassen sich hier noch weniger einheitliche Herangehensweisen erkennen. Unterscheiden wir ohnehin zwischen Influencer Marketing, der kurzfristigen Kooperation zwischen Influencer und Marke, und Influencer Relations, wo es im Sinne von PR-Arbeit zu einer längerfristigen Zusammenarbeit kommt, wurden sich die Teilnehmer der Podiumsdiskussion noch nicht ganz einig, inwieweit sich der Influencer tatsächlich mit der Marke identifizieren muss, um organischen Buzz zu generieren, oder ob eine große Reichweite schon ausreicht, damit sich ein Produkt ins Gedächtnis der Zuschauer brennt. Hier herrschte Uneinigkeit.

Natürlich wurde viel über Authentizität und Glaubwürdigkeit gesprochen. Wie wir schon seit Jahren in Diskussionen rund um erfolgreiches Digitales Marketing predigen, ist auch hier das Schaffen einer Kunden Experience ausschlaggebend, um einen hohen Identifikationswert zu schaffen. Vielversprechend sind dabei auch Mitarbeiter Influencer, die nach und nach im Kommen sind und seit Neuestem bewusst dazu ausgebildet werden.

Die Branchen waren ganz vielfältig – vom Staatsministerium über Smart Home Möbel bis hin zu Snack Cremes. Influencer Marketing lässt sich an diversen Stellen platzieren, vorausgesetzt der Brand-Fit gibt was her. Wir sprechen hier noch von viel Probieren und Scheitern. Doch wie beim Monitoring auch darf man nicht einfach machen, sondern zielgerichtet nach den passenden Multiplikatoren suchen, was an der ein oder anderen Stelle zeitintensive Vorarbeit voraussetzt. (zum Storify Feed)

Rechtliches, Interaktionen und Netzwerken

In beiden Veranstaltungen durften natürlich auch die rechtlichen Grundlagen nicht fehlen, die anhand eindrücklicher Praxisbeispiele veraltete Annahmen auffrischten. Genauso luden neben interaktiven Workshops auch die Pausen wie immer zum aktiven Netzwerken ein, während uns das Rilano Hotel in München stets mit Kaffee,  Softgetränken und Speisen versorgte.

Ein großes Dankeschön geht an alle – Referenten, Teilnehmer und Sponsoren -, die unsere Events wieder zu einem spannenden Austausch im Zuge der Entwicklung des Digitalen Marketing gemacht haben! Ein gelungenes Ende für 2017 – der thematische Rahmen für 2018 ist bereits gesetzt.

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