Stefanie Söhnchen über die Erfahrungswerte mit der Content-Strategie bei der Move-Forward-Plattform der Moovel GmbH

Als weitere Referentin beim #d2m15 möchten wir an dieser Stelle Stefanie Söhnchen vorstellen. Sie ist „Head of Online Communications Strategy“ bei der moovel GmbH, der ehemaligen Daimler Mobility Services GmbH – sprich einem Tochterunternehmen der Daimler AG -, die sich als Mobilitätsservice-Unternehmen versteht. Beim D2M SUMMIT spricht Stefanie über die Strategie hinter der von Moovel betriebenen Content-Plattform „Move Forward„.

stefanie-söhnchen-foto.256x256

Stefanie – Du wirst beim #d2m15 als Referentin über Deine Erfahrungswerte mit den Content-Aktivitäten auf der Move-Forward-Plattform der Moovel GmbH berichten. Mit welchen drei Schlagworten kannst Du Deine Aussagen auszeichnen?

  • Strategisch untermauert – was wir ausprobieren, entscheiden wir nicht spontan, sondern ich gründlich geplant, den Business Zielen angepasst und basiert auf unseren Erfahrungen und denen von anderen Experten
  • Mit neuem Twist – Marken aufbauen muss jedes Unternehmen, wie aber baut man eine völlig unbekannte Marke ohne Produkt mit Hilfe einer internationalen Crowd Innovation Community auf?
  • Ganzheitlich-kommunikativ – das Projekt zieht jede Facette der Online Kommunikation genauso in Betracht, wie das Passen des Projekts in die gesamte Kommunikationsstrategie des Unternehmens

    Was ist die Move-Forward-Plattform und was ist die Idee dahinter?

    Um die aktuelle Innovationstrends aufzugreifen, die Möglichkeiten des Internet zu nutzen und eine moderne Form der Unternehmenskommunikation zu verfolgen, haben wir die Online-Plattform „Move-Forward“ erstellt und zum Januar 2015 gestartet. Die Plattform richtet sich an die weltweite Community der Mobilitätsenthusiasten, die hochvernetzt ist, sich digital gerne austauscht und die Welt verbessern möchte. Die Plattform zielt darauf ab, das Thema „Zukunft der Mobilität“ in seinen vielen verschiedenen Facetten abzudecken – und dabei auch die Meinungen der Community mit sammeln und verbreiten will.

    Was ist der Hintergrund dieser Aktivität?

    Die Entwicklungen und weltweiten Ideen in diesem Bereich berühren und beeinflussen natürlich unser Geschäft, unsere Produkte und unsere Märkte sowie den allgemeinen Livestyle und die dahinterliegende Haltung. Das moovel-Management hat erkannt, dass es im Internet viele Diskussionen und Meinungen zu diesem Thema gibt, die aber allesamt sehr zerstreut und in ihren Themen sehr spezialisiert sind. Vor der Move-Forward-Plattform gab es keine Plattform, die die Themen bündelte und versucht hat voranzutreiben. Um dies zu erreichen, wurden über die Plattform drei Formate kombiniert:

    • Strategiekommunikation – wie sie auf Corporate-Websites stehen würde,
    • ein Magazin, in dem interne und externe Experten aus der ganzen Welt über ihre Themen und Ideen schreiben und
    • ein Crowd-Innovation-Teil, bei dem alles von vagen Ideen bis zu konkreten Geschäftsmodellen oder Produkte mit der Community diskutiert und entwickelt werden kann.

    Auf diese Weise soll eine große Vielfalt von Push- und Pull-Kommunikation geboten werden – während das „Magazin“ und die Strategiekommunikation den Push-Teil einnimmt, stellt die Crowd-Innovation-Community den Pull-Teil dar. Auf diese Weise können Unternehmensziele und Visionen kommuniziert, diskutiert und bewertet werden. Die Öffnung des Dialogs und die Schaffung von Transparenz sehen wir als ein Schlüsselfaktor für den Geschäftserfolg in der digitalen Welt – es ist Zeit, dass die Unternehmenskommunikationsabteilungen ihren Teil dazubeitragen, um das zu fördern.

    Was sind die Themen, die auf „Move-Forward“ gespielt werden?

    Da das Hauptziel für „Move-Forward“ ist, einen Dialog mit einer internationalen Zielgruppe zu haben, haben wir drei Themenfelder definiert, von denen wir glauben, dass sie für die Diskussion der Zukunft der Mobilität relevant sind: (1) In der Kategorie „Disruptive Technology“ konzentrieren wir uns darauf, wie die technischen Entwicklungen die neue Mobilitätsoptionen beeinflussen. (2) In „Mobility & Living“ beschäftigen wir uns mit den Veränderungen des Lebensstils durch die neue Mobilität – während (3) die Kategorie „Legal Framework“ rechtlichen Regelungen diskutiert, mit welchen die neue Konzepte möglich gemacht werden. In allen drei Kategorien veröffentlichen interne wie auch externe Experten ihre Beiträge.

    Was sind die neuen digitalen Herausforderungen, mit denen Ihr Euch in diesem Projekt stellt?

    Da das Internet eine bisher unbekannte Transparenz schafft, ist die Kommunikation der Unternehmensstrategie im Netz eine wichtige Aufgabe. Deshalb veröffentlichen wir auch in jedem Quartal umfassende Multimedia-Pakete – bestehend aus Videos, Infografiken und Artikeln -, in denen das Management erklärt, was ihre strategischen Gedanken, Zeitpläne und Fortschritte sind. Eine wichtige Herausforderung dabei ist, dass die Botschaft und nicht das Produkt im Mittelpunkt steht. Kommunikation darf in diesem Umfeld nicht direkt Produkte oder Marken promoten – was auch eine strategische Leitidee bei Move-Forward ist. Diese indirekte Auseinandersetzung mit den Marken und dem Unternehmen ist aber recht ungewöhnlich für Unternehmenskommunikation.

    Als weitere Herausforderung des digitalen Umfelds ist festzuhalten, dass es Online nicht nur um die Nachricht, sondern auch über die Art und Weise, wie sie transportiert und kommuniziert wird, geht. Deshalb spielen Usability und User-Experience eine große Rolle, die sich in einer für Mobil angepassten Darbietung und einem an die Bildschirm angepassten Design wiederspiegelt und damit hilft, die Leser auf ihren mobilen Geräten zu erreichen

    Welche Erwartungen hast Du an den #d2m15?

    Ich erhoffe mir interessante Gespräche mit verschiedensten Experten zum Thema Kommunikation und Innovation.

    The following two tabs change content below.