Social Web Breakfast: Bündelung der Social Media Aktivitäten im Newsroom stärkt die Bürger-Kommunikation

Heute war das Social Web Breakfast in Frankfurt mit Harald Ille, der über die dialogorientierte Bürger-Kommunikation der Stadt Frankfurt referierte und dabei den Newsroom der Stadt präsentierte und erläuterte. Leider konnte ich diesmal nicht dabei sein, habe den Vortrag aber über die begleitenden Tweets verfolgt, welche die fleißigen Zuhörer während des Vortrags über den Hashtag #swbffm einwarfen:

http://storify.com/SocialBreakfast/social-web-breakfast-frankfurt-social-media-und-so

 

Harald Ille zeigt am Beispiel des Newsrooms, wie sich die Plattform, auf der alle Social Media Kanäle der Stadt gebündelt auftreten, für gut bewährt. Und dass es hinsichtlich der Strategie auch mal ganz sinnvoll ist, einfach drauf los zu arbeiten und auszuprobieren. Sicherlich bedarf es hierfür grundsätzlicher Social-Media-Kompetenz, die sich auch Harald Ille nach Aussage meiner Kollegen vor Ort schon im Vorfeld des Projektes aneignete. So spricht er via Twitter und Facebook auch nicht das klassische Behörden-Deutsch, sondern versucht über ein formelles Du dem Gegenüber näher zu sein. Wichtig sei – so Ille -, dass man zeitnah und unkompliziert reagiere – was das Social Media Management letztendlich zum Bürgerservice (bzw. bei Unternehmen Kundenservice) werden ließe. Dies prozessual abzufangen, sei auch die nächste große Herausforderung bei der Stadt Frankfurt (siehe hierzu auch das SWB in München morgen bzw. das Panel mit der Deutschen Telekom beim #d2m12). Harald Ille merkte weiter auch an, dass sich nicht jeder Content für jeden Kanal eignet, wenn es um das Abbild der Stadt Frankfurt geht. So ist die Darstellung von Politikern auf Facebook eher unangebracht und eignet sich besser für Google+.

Auf die Rückfrage, wie denn das Feedback „gemanagt“ werden würde, stellte er heraus, dass es dafür natürlich eines systematischen Monitorings bedarf – insbesondere um „Schwellenwerte der Empörung“ frühzeitig erkennen zu können. Er stellte dabei auch fest, dass man bisher überwiegend ein manuelles Monitoring gemacht hätte, derzeit aber eine professionelle Lösung teste. Bisher hätte er durch die professionelle Lösung aber noch keinen zusätzlichen Erkenntnisgewinn erhalten.

[Anmerkung von Björn – zu Ton und Bild des Videos: „Bitte entschuldigt die miese Qualität – ich habe mit neuen Werkzeugen falsch herumexperimentiert!“]

Harald Ille zeigt doch, dass ein solcher Newsroom auch mit „einfach mal machen“ gut funktionieren kann. Wichtig dabei anzumerken ist aber, dass es hier eine Top-Down-Entscheidung für das Projekt gab, was keine Konzeptrechtfertigung im klassischen Sinne erforderte. Herausgestellt wurde auch einmal mehr, dass das „Persönliche“ – bzw. heute als das „Menschliche“ bezeichnet – als ein wichtiger Erfolgsfaktor gilt.

Beim #d2m12 werden wir diesen Aspekt sicherlich noch beim Panel zum Thema „Content Marketing“ am 26.09. weiter durchleuchten.