Brands müssen nicht Publisher, sondern Engagement-Profis werden!

Ein kleiner Video-Input zum Start in die Woche : ein Interview von Brian Solis mit Deanna Brown, dem CEO von Federated Media Publishing – dem amerikanischen Vorreiter für vertikale Content-Vermarktung. Der Gründer von FMP, John Battelle, hat schon 2007 die Begrifflichkeit des Conversational Marketing geprägt, was dann im Zuge der Entwicklung von Social Media lange Zeit vernachlässigt wurde und jetzt erst wieder mit dem Trend zum Content-Marketing „aufflammt“.

Meine „Take-Aways“ zum Interview:

  • Content alleine ist nicht mehr „King“, denn dafür gibt es zuviel Content und zu wenig Aufmerksamkeit.
  • Content im richtigen inhaltlichen Umfeld auf eigenen oder fremden Kanälen ist „King“, denn in Zeiten des Überangebotes sucht der Nutzer den inhaltlichen Mehrwert. Eine reine Werbe-Site kann kurzfristig wirken, ist aber nicht nachhaltig.
  • Der Fokus in der heutigen Zeit muss auf nutzenstiftenden Inhalten liegen.
  • Marken verstehen bis heute nicht, wie sie nachhaltige Dialogkonzepte in Social Media aufsetzen können, sondern setzen nach wie vor auf „Quick-Wins“ – oftmals setzen nur auf „Social Campaigning“.
  • Wenn Marken allerdings zu Publisher werden, schießen sie nach der Meinung von Deanna Brown auch über das Ziel hinaus. Vielmehr müssen die Marken die Möglichkeiten des „distributed net“ ausnutzen und sich und ihre Geschichten hierin inszenineren – anstatt dem Aufbau einer eigenen Publishing-Brand nachzueifern.
  • Die Herausforderung für Marken ist es, die „Trigger“ für den „two-way-dialogue“ und das „Engagement“ zu finden, dass ihre Geschichten nicht von ihnen selbst promotet und verteilt werden, sondern von den verschiedenen Akteuren im „distributed net“.
  • Im „distributed net“ brauchen Publisher eine starke Marke – denn das Publizieren ist heute für jedermann möglich.