Mehr Videomaterial – Entwicklungen und Herausforderungen des Monitorings

Mit dem gestern gebloggten Videobeitrag zum Social Media Monitoring ist nun eine wesentliche Grundlage für die Themendiskussion gelegt. Ergänzend dazu hat Björn noch drei weitere Interviews geführt, die sich um die Entwicklungen und Herausforderungen des Monitoring-Prozesses drehen.

Sten Francke von ethority verweist auf die Analyseeinschränkung auf den großen Plattformen wie Facebook und Twitter, auf denen sich Kunden nur oberflächlich zu Marken, Produkten etc. äußern und dabei direkt ihre Anonymität einbüßen. Er baut lieber auf Daten aus der nicht zu vernachlässigen Foren-Landschaft in Deutschland. Es wird nach ihm nie einen Anbieter geben, der alle Analyseschwerpunkte abdeckt, vielmehr sieht er eine Spezialisierung und Nischenentwicklung im Markt. Künftig wird nicht der Preis, sondern die Datenqualität die Auswahl eines Anbieters entscheiden.

Herausforderung nach Björn Ognibeni von BuzzRank liegt primär darin, dass die Unternehmen nicht mit den angebotenen Tools umzugehen wissen und oft überfordert sind.  Die Aneignung von entsprechenden Toolleistungen wird innerhalb von Unternehmen verstärkt vorausgesetzt.

Peter Bernskötter von bc.lab ergänzt als Herausforderung die klare Entscheidung einer Analysezielsetzung. Den Einfluss humaner Intelligenz hält auch er wie Stefanie Aßmann in Zukunft weiterhin unumgänglich, wenn die Aussagequalität der gewonnenen Informationen hoch gehalten werden soll

 

Dass Anbieter zukünftig nach Analyseschwerpunkten kategorisiert und verglichen werden, um den Selektionsaufwand einzugrenzen und die Qualität zu optimieren, ist nachvollziehbar und erleichtert mithin auch seitens der Kunden die Entscheidung. Auch dass die Automatisierung ein nie gänzlich umsetzbarer Prozess sein wird, ist mir immer bewusster. Doch der Punkt, dass Twitter, Facebook & Co ein erschöpfender Interaktionsprozess zugesprochen wird, will mir nicht in den Kopf gehen. Durchaus sind Kunden auf jenen Plattformen nur beschränkt in der Lage, ihren Standpunkt zu vertreten, wenn sie nicht Opfer eines Online-Gefechts werden wollen, dennoch kommt Foren doch eine viel geringere Aufmerksamkeit zu. Die bekannten sozialen Netzwerke bilden vielmehr die Schnittstelle und tragen mit zu Forenbekanntheit und -traffic bei. Sollten sie dann nicht auch in Analysen entsprechend berücksichtigt werden?