Digital Storytelling ist mehr als ein paar Updates auf Facebook, Twitter & Co!

In meinem Beitrag von letzter Woche habe ich über die „liquid & linked“ Content-Strategie von Coca-Cola berichtet, deren Ziel es ist, Inhalte und Botschaften zu „verflüssigen“ und „relevant“ zu machen, damit sie sich besser verteilen. Das Thema knüpft an den aktuellen Hype des „Content Marketing“ an, wo es einmal mehr darum geht, dass Konsumenten im Web einmal mehr „meaningful content“ (sprich relevanten und nutzstiftende Inhalte) und nicht platte Werbebotschaften haben wollen. Den Ruf nach diesem Umdenken gibt es ja durchaus schon seit Jahren, aber die wenigsten Unternehmen halten sich daran – oder wieviel Unternehmensseiten kennt Ihr, die auf der Startseite nicht ihr Produkt, sondern Content in den Vordergrund stellen? Red Bull ist eine solche Ausnahme – wie Tobias Karcher schön im Wollmichsau-Blog beschreibt. Aber die sind sowie so irgendwie anders als andere!

Bei der im März stattgefundenen SXSW gab es ein Panel, welches das Thema unter dem US-amerikanischen Meme des „Snackable Content“ aufgespannt hat. Der Panel-Moderator Brad Cohen von JESS3 hat als Grundlage für die Panel-Diskussion ein paar Folien zusammengestellt, welche die Begrifflichkeit des „Snackable Content“ kurz erläutern:

The Future of Snackable Content

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Als „Snackable Content“ werden demnach prägnante und für den Kunden nutzenstiftende Inhalte definiert, die schnell und einfach zu erfassen sowie zu verstehen sind und damit ein hohes Potential als „Social Object“ besitzen.
Der Hype um den Einsatz des Dienstes Pinterest für das Marketing fußt u.a. auch auf dieser Idee – hier können „Social Objects“ im Bild-Format einfach und schnell gesammelt und über Themenlisten mit Freunden geteilt werden.

Im „Make Me Social“-Blog bringt Mandi Frishman die Entwicklungen zum „Content Marketing“ und „Digital Storytelling“ ganz schön wie folgt auf den Punkt:

In a world where stories are written in 140 characters and the only walls that exist between nations are ones made of code, companies must learn to become storytellers…and the really good ones will learn how to make their audience a part of their story.

Dass das „Storytelling“ aber zu kurz greift, wenn es nur auf Twitter und Facebook abzielt, wird auch noch in einer aktuellen Nielsen-Auswertung der US-amerikanische Blog-Landschaft deutlich. Fazit ist Blogs sind nicht tot – vielmehr sind sie jetzt in der Mitte der Gesellschaft angekommen und zeigen ihr Potential in den vielen Themen-Nischen, die als Nährboden für gute Content-Strategien von den Unternehmen genutzt werden können.

Growth of Number of Blogs - Source: NM Incite

Die wichtigsten Eckpunkte aus der Nielsen-Auswertung zeigen den Schwerpunkt, der sicherlich für die FMCG-Industrie mehr als interessant ist:

  • Women make up the majority of bloggers, and half of bloggers are aged 18-34
  • Bloggers are well-educated: 7 out of 10 bloggers have gone to college, a majority of whom are graduates
  • About 1 in 3 bloggers are Moms, and 52 percent of bloggers are parents with kids under 18 years-old in their household
  • Bloggers are active across social media: they’re twice as likely to post/comment on consumer-generated video sites like YouTube, and nearly three times more likely to post in Message Boards/Forums within the last month

Unter dem Meme „Snackable Content“ lassen sich noch einige spannende Links recherchieren – was uns aber natürlich interessiert, ist wieder, welche Unternehmen hier schon als Vorreiter unterwegs sind? Gibt es dazu schon Beispiele in der DACH-Region? Wir freuen uns über Feedback und Hinweise.