Hinter dem Social Media Horizont liegt Coca Cola’s „Liquid & Linked Content Strategy“

Der Frühling ist da und wir entmotten hier mal unser Blog mit einem spannenden Ausblick auf das, was wir im Rahmen des neuen „Digital Marketing & Media SUMMIT“ diskutieren wollen. Ich hatte ja schon im Herbst angeführt, dass die Zeit der „Facebook, Twitter & Co“-Diskussionen auf Social Media Konferenzen eigentlich vorbei sein sollte. Dennoch ist das natürlich jetzt ein Massenthema, weil „Social Networks“ und „Social Media“ nun „Massenphänomene“ sind. Punkt! Auf der CeBIT Webciety haben wir ja deshalb auch das „Web als soziales Betriebssystem“ diskutiert.

Jetzt heißt es aber, das Thema integriert zu betrachten. Aber „integriert“ nicht in dem Sinne, dass wir dann als Maßnahmenbaustein des Kommunikations- und Marketingplanes auch eine „Social Media Aktion“ mit einer Facebook-Fanpage und einem Twitter-Kanal initiieren, sondern dass wir verstehen, dass die Botschaft zum Marken- bzw. Unternehmensbild per se nicht mehr vom Unternehmen vollends gesteuert werden kann!

OK – darüber redet die Experten-Welt doch auch schon seit 2007! Damals noch unter dem Schlagwort des „Conversational Marketing & Media“ (oder auch hier!). Was ist also das Neue? Das Neue ist, dass das es jetzt nicht mehr nur um die einzelne Konversation bzw. den Dialog bzw. die interaktive Kommunikation, sondern um das gesamte Konzept geht. Es muss „verflüssigt“ werden – sprich in eine solche Form gebracht werden, dass es für den verteilten, viralen Kommunikations- und Interaktionsmechanismus des sozialen Betriebssystems funktioniert.

A ‚like‘ is important. A ’share‘ is more important. We have to hold ourselves accountable for creating content that is sharable.“ – so sagt es Wendy Clark, Coca-Cola’s Head of Integrated Marketing & Communications. Coca-Cola hat den Zeitgeist hier bereits in 2010 strategisch aufgegriffen und für sich eine „Liquid & Linked Content Strategy“ definiert, die nun ihre ersten Umsetzungen erfahren hat.

Im folgenden habe ich drei Videos zu einer spannenden Session des konzeptionellen Dreigestirns bei Coca-Cola bei den letztjährigen Cannes Lions zu diesem Thema herausgesucht: Jonathan Mildenhall, Ivan Pollard und Pio Schunker. Der Kreativ-Kopf, der Brand Connections Kopf und Kreativ-Umsetzungskopf für den US-Markt zeigen in ihren Vorträgen, was die Herausforderungen des neuen sozialen, verteilten und allgegenwärtigen Internet im Zusammenspiel mit den klassischen Medien darstellen und wie Coca-Cola dieses Umfeld mit „verflüssigten“ (liquiden) und „vernetzten“ (verlinkten) Konzepten für sich einnehmen will.