Auf Facebook hat der Community-Manager nur eine Chance!

Die differenzierte Betrachtung des Community Management ist ja eins unserer „Herz- und Magen-Thema“  in diesem Blog und beim bevorstehenden Community & Marketing 2.0 SUMMIT. Beim letzten Social Web Breakfast in Frankfurt habe ich hierzu noch ein nettes Gespräch mit Eva-Maria Goldmann, Community & Social Media Managerin bei Monster.de, gehabt. Wie bereits an anderer Stelle berichtet, hatten wir Eva-Maria Goldmann mit einem Impulsreferat zu Ihren Facebook- und Twitter-Aktivitäten für Monster.de, die sie als Community- und Social-Media-Verantwortliche von Monster.de zusätzlich zur eigenen Community betreibt. Für sie und die Aktivitäten von Monster.de haben die beiden Social-Media-Kanäle vor allem eine kommunikative Reichweitenfunktion. Hierüber sollen mit Hilfe des „Social Graph“ neue Interessenten für Monster.de gewonnen werden. Im Vergleich dazu hat die eigene Community eine klare Service-Ausrichtung. Hier können sich Dienstenutzer anonym Tipps und Tricks rund um das Auffinden und das Bewerben für neue Job-Positionen suchen. Es ist klar, dass gerade die Anonymität hier natürlich wichtig ist und dass Facebook und Twitter diese Aktivität nicht substituieren können. Ferner ist nachvollziehbar, dass die Reichweite im „Saft der eigenen Community“ nicht vergleichbar ist mit der Reichweite, die über Facebook und Twitter zu erzielen ist, weshalb die Dienste komplementär genutzt werden.

Im Interview habe ich Eva-Maria Goldmann dann noch gefragt, ob sie in Sachen Community-Management einen Unterschied zwischen Facebook, Twitter & Co und der eigenen Community ziehen würde. Ohne großes Zögern bejahte sie diese Frage mit dem Kommentar: „Auf Facebook hat der Community-Manager oft nur eine Chance – etwas gerade zu rücken!“ Was sie damit meinte ist, dass in der eigenen Community Missverständnisse eher zu korrigieren sind als auf Facebook und Twitter, da die eigene Community halt eine Community im Sinne eines geformten sozialen Gefüges (mit historisch gewachsenen Bindungen zwischen den Mitgliedern) ist und Facebook und Twitter „nur“ Social Networks (mit zumeist loseren Bindungen) sind.

Und hier nun das Interview als Video:

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