Social Media – kein Ort für Aktionismus!

Social Media Engagement Framework by Andrew Mayfield

Wie allseits bekannt sind wir ja gerade in der Vorbereitung des diesjährigen Community & Marketing 2.0 SUMMIT und dabei bin ich die letzten Tage ein paar alte Videos durchgegangen (die wir gerade sukzessiv auf unserem „neuen“ Video-Dienst bei 23 Video publizieren – hier geht es zur Baustelle!).

Als spannender Inhalt ist mir dabei noch einmal die Keynote von Antony Mayfield vom letzten Jahr in die Hände gefallen, in der er über nicht mehr wegzudiskutierende Bedeutung von Social Media spricht und dannvon den Gefahren des unüberlegten Handelns im Social Web zu einem strategisch aufgesetzten Handlungsrahmen für Projekte kommt.

Hier mal die Präsentation als Video:

Herausstechend hieran war für mich das abschliessende Gedankenkonstrukt für die Planung und Durchführung von Social Media Initiativen, welches für Antony aus folgenden Bestandteilen besteht:

  • Principles: Als Grundlage jeder Social Media Aktivität sollten Web 2.0-adäquate Prinzipien für das Handeln definiert sein, die Richtlinien im Kontext der veränderten Rahmenbedingungen festlegen. Also wie offen, dialogorientiert, kritikfähig ist/muss das Unternehmen unternehmen. Dies ist sicherlich vor allem wichtig, wenn die Handlungen wie bei Andrew durch einen Mittelsmann/eine Agentur im Namen eines Unternehmen stattfindet. Da muss im Vorfeld klar sein, wie man sich den kommunikativen Situationen im Web stellt.
  • Platforms: Als weiteres muss diskutiert werden, welche Plattformen wie genutzt werden. Das Social Web ist auch in 2011 nicht nur „Facebook“ – sprich es gibt durchaus andere Plattformen mit unterschiedlichen Nutzen- und Nutzungsszenarien – wie z.B. die in sich eigenen Welten von Youtube und Flickr. Hier sollte ein ganzheitliches Plattformkonzept festgelegt werden, welche integriert und komplementär die Möglichkeiten der einzelnen Plattformen nutzt.
  • Processes: Definierte Prozesse helfen auf situative Veränderungen einzugehen und schnell Anpassungen zu fahren. Denn das Social Media Umfeld ist durchaus hochdynamisch, weil es auf ein soziales Umfeld/System aufbaut, dass aufgrund Interaktivität und verstärkenden Netzwerkeffekte sich sehr schnell wandeln kann. Eine positive Stimmung ggü. einem Unternehmen, kann durch eine zu späte Reaktion schnell zu einer Krise führen. Andrew definierte vier Bereiche bzw. Fragestellungen die prozessual organisiert sein sollten:
    • Research & Listen: Wie erfolgt das Zuhören und Feedback-Sammeln?
    • Creative: Wie können Inhalte schnell verfügbar gemacht werden?
    • Curation: Wie werden die Interaktionspartner (Multiplikatoren, Trolls & Stalker oder normale „Fragensteller“) im Social Web begegnet und wie adressiert?
    • Business: Wie fliessen die Erkenntnisse aus den Social Media Umfeld (sprich das gesammelt Feedback und das darin enthaltende Wissen über den Markt und zur Wahrnehmung des Unternehmens und seiner Produkte) wieder in das Unternehmen an die relevanten Stellen zurück (z.B. Produkt-/Prozessverbesserungsvorschläge an die relevanten Entscheidungsträger)?

Hier noch die Slides von Andrew:

Nach Antony’s Ansicht braucht „Social Media“ diesen „Masterplan“, damit die Aktivitäten in diesem neuen Umfeld nachhaltig Erfolg haben und effektiv sind. Was haltet Ihr davon?