Ein Frühstück mit DATEV

Letzte Woche war es wieder soweit: Das Social Web BREAKFAST, unser Networking-Event mit Impulsvortrag, ging in eine neue Runde für 2011. Wir starteten in München in der sehr gut besuchten Lounge2 mit dem Thema „Social Media in der B2B Kommunikation“. Als Vortragenden zu diesem Thema hatten wir Christian Buggisch, Teamleiter Online-Kommunikation bei DATEV in Nürnberg, eingeladen. Dass gerade ein Unternehmen wie die DATEV – ein Softwarehaus und IT-Dienstleister für Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwälte – Vorreiter auf diesem Gebiet ist, hatte mich persönlich im Vorfeld neugierig gemacht und positiv überrascht.
Dabei hat Christian Buggisch völlig Recht, wenn er sich und uns zur Nutzung von sozialen Netzwerken die Frage stellt: „Wer will denn asozial kommunizieren?“ Warum also sollte die Kommunikation in sozialen Netzwerken für den B2B-Bereich weniger relevant sein, als für die Ansprache von Endverbrauchern?

Dreiklang der Online-Kommunikation
Dass Social Media im Kommunikationsmix einen festen Platz haben muss, hat Christian Buggisch vor kurzem in seinem Blog anhand einer Grafik anschaulich illustriert:
Dreiklang der Online-Kommunikation

Der „Dreiklang der Online-Kommunikation“ besteht für Christian Buggisch aus einer optimalen Auffindbarkeit bei Google (links), Kommunikation in sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter etc. (rechts) und natürlich ganz zentral aus wertigem Content. Und wohin mit diesem Content? „Wer Video-Content hat muss auf Youtube präsent sein, wer einen Corporate Podcast produziert, kann unmöglich darauf verzichten, ihn in iTunes anzubieten. wer die Reichweite für seinen Foto-Content erhöhen will, sollte ihn auf Flickr posten …“, so Christian Buggisch – und genau das tut DATEV. Vor über zwei Jahren begann man dort mit dem Experiment Social Media. Anfangs wurden nach dem Motto „Learning bei doing“ verschiedenste Kanäle ausprobiert, nun findet 2011 eine strategische Bündelung und Fokussierung statt. Erstmalig wird es auch ein eigenes Budget für Social Media geben und ein Social Media Manager eingestellt werden.

Meine Learnings des Frühstücks waren:

  • Wichtig für erfolgreiche Social Media Kommunkation sind Rückendeckung durch das Management und Gestaltungsfreiheit
  • Bevor man in den Internetwald hineinruft sollte man sicherstellen, dass einem dort überhaupt jemand zuhört. Das Schaffen von (positiven) Resonanzräumen sollte also an oberster Stelle stehen
  • Die Grundlagenarbeit, also der Aufbau dieses Resonanzraumes im Web, sollte optimalerweise durch das Unternehmen selbst geschaffen und nicht outgesourced werden

Das Thema Social Resoncance wird uns auch bei der Experten-Diskussion des PR 2.0 FORUMs wieder begegnen: Robert Basic, Björn Eichstädt, Stephan Johland, Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach und Marie-Christine Schindler diskutieren die Herausforderungen beim Brand Reputation Management – und Voraussetzung hierfür ist wieder der Resonanzraum. Wer bei der Diskussion und dem PR 2.0 FORUM am 10. Februar in München dabei sein will, kann sich hier dafür anmelden.

An dieser Stelle sei auch noch auf den Blogbeitrag von Christian Buggisch zum BREAKFAST sowie die schöne Zusammenfassung von Lars Wich verwiesen.

Das nächste Social Web BREAKFAST gibt es am 18. Februar in Hamburg, dann mit den Facebook-Aktivitäten von stern.de.