Interview: Tapio Liller, Oseon Conversation

Tapio Liller

1) Hr Liller, Sie sind einer der Seminarleiter der Digital Marketing AKADEMIE und bieten ein Workshop zu dem Thema Unternehmenskommunikation 2.0. Mit welchen drei Stichworten können Sie die geplanten Inhalte des Seminars belegen?

Verstehen, Priorisieren, Anpacken – Ich will es den Teilnehmern erleichtern, einen konstruktiven Zugang zum Thema Social Media in der Unternehmenskommunikation zu bekommen und ihnen das Rüstzeug für eine systematische Auseinandersetzung in der Praxis mitgeben.

2) Warum ist das Thema “ Unternehmenskommunikation 2.0″ derzeit relevant für das Konzept der Digital Marketing AKADEMIE?

Wenn man den Marketing-Begriff weit fasst und als die Kunst der Gestaltung von Schnittstellen zum Unternehmen begreift, geht Digital Marketing weit über solche Dinge wie Online-Reichweite und Conversions hinaus. Unternehmenskommunikation kann eine Schlüsselrolle einnehmen, wenn es darum geht, das Gesamterlebnis eines Kunden oder Interessenten im Umgang mit einem Unternehmen und seinen Mitarbeitern positiv zu gestalten. Dazu muss man wissen, wie die Menschen im Social Web ticken und wie man sie einbinden kann.

3) Was sind die Herausforderungen des Themas, die in dem Workshop besprochen werden?

Wir werden darüber sprechen, wie sich Unternehmenskommunikation und PR auf eine sich verändernde Medienlandschaft und Mediennutzung einstellen kann. Die Menschen rücken über Social Media viel enger an das Unternehmen heran – diese Nähe zuzulassen und strategisch sinnvoll zu nutzen, das ist die Stoßrichtung des Seminars. Das hat Auswirkungen auf viele Prozesse und Grundeinstellungen zum Thema Kommunikation. Deshalb werden wir uns auch damit auseinandersetzen.

4) Was kann der Teilnehmer von dem Seminar erwarten – sprich, was er/sie am Ende des Tages mit nach Hause nehmen kann?

Ich hoffe, die Teilnehmer werden besser verstehen, wie sich ihre Rolle als Kommunikatoren verändert und wie sie sich systematisch mit diesen Veränderungen auseinandersetzen können. Außerdem will ich ihnen Mut machen, sich ganz praktisch mit dem Social Web zu beschäftigen.

5) Noch kurz zu Ihnen – welchen Hintergrund bringen Sie für das Thema mit?

Ich kenne als „klassisch“ ausgebildeter PR-Berater die Denkweisen und Methoden herkömmlicher Unternehmenskommunikation aus eigener Erfahrung. Deshalb kenne ich viele Fragen, Ängste und Vorbehalte gegenüber einer direkteren, dialogischeren Kommunikationsform sehr gut. Mit meinem Beratungsunternehmen helfe ich deshalb Unternehmen einerseits das Thema Social Web gedanklich zu durchdringen, es sich dann aber auch ganz pragmatisch und mit den gegebenen Möglichkeiten zu Nutze zu machen.