Social Media Guidelines – fester Bestandteil der Social Media Strategie

Fünf Fragen zu Social Media Governance an Markus Spiller

1. Guten Tag Herr Spiller. Sie sind Group Account Director bei Sapient Deutschland und leiten einen Workshop zum Thema „Social Media Governance“ beim bevorstehenden Community & Marketing 2.0 SUMMIT. Was können wir uns von Ihrem Workshop beim SUMMIT – herunter gebrochen auf drei Stichworte – erwarten?

Die Definition von Kernpunkten einer Social Media Unternehmenskultur
Vorstellung einer Social Media Unternehmensstrategie und
die Entwicklung konkreter Social Media Guidelines

2) Was steckt für Sie hinter der Begrifflichkeit „Social Media Governance“?

Social Governance beschreibt die Strategie und die Kultur, die ein Unternehmen im Umgang mit den sozialen Medien verfolgt. Sie stellt einen Handlungsrahmen für Mitarbeiter und damit ein strategisches Instrument dar.

Es darf nicht verwechselt werden mit einer bloßen Arbeitsanweisung oder -einweisung für Mitarbeiter. Um Social Governance richtig auszuüben, bedarf es eines grundlegenden gemeinsamen Verständnisses aller Mitarbeiter über die Bedeutung und den Wert der sozialen Medien, einer strategischen Vernetzung der Unternehmensbereiche und nicht zuletzt eines festen Platzes in der gelebten Kultur eines Unternehmens.

Social Media Guidelines müssen daher fester Bestandteil der Social Media Strategie des Unternehmens sein.

3) Warum ist das Thema so wichtig?

Das öffentliche Bild, welches ein Unternehmen oder eine Brand hat, wird nicht allein durch Marketingmaßnahmen und Produktqualität definiert. In Zeiten wachsender Mündigkeit des Verbrauchers erwartet er auch von einer Marke eine Kultur und ein tiefgehendes Verständnis für den Dialog in sozialen Medien. Hierzu zählt das Verhalten von Unternehmensmitarbeitern genauso wie der Umgang des Unternehmens mit diesen Kanälen abseits des Marketings.

Social Media Governance und Guidelines bestimmen die Speerspitzen, den Ablauf und die Inhalte der Kommunikation zwischen einem Unternehmen und seinen Kunden und sind selbst die Umsetzung einer Kommunikationsstrategie.

4) Nun gibt es ja bei der Definition von diesen Spielregeln für die Mitarbeiter im Social Web zwei Möglichkeiten: a) eher reglementierend oder b) wegweisend. Was empfehlen Sie?

Eindeutig wegweisend. Wir empfehlen, Social Media Governance strategisch zu betreiben. Sie muss sowohl auf die Social Media Strategie abgestimmt als auch in die Unternehmensziele und -kultur eingebettet werden. Innerhalb der Social Governance sollten sich zudem funktionale Elemente des Themas selbst wiederfinden, wie etwa die Fähigkeit, das Feedback der Mitarbeiter aufzunehmen, auszuwerten und Social Governance als Dialog zu betreiben.

5) Wie unterstützt Sapient Unternehmen beim Thema „Social Media Governance“?

Sapient bietet Services von der Beratung hinsichtlich Gesamtstrategie, Brand oder Social Media Strategie inklusive Guidelines und Governance, über Workshops und Trainings bis hin zur tatsächlichen Implementierung geeigneter Technologien im Unternehmen. Als internationaler Multichannel Commerce & Marketing Dienstleister bieten wir Kunden zudem maßgeschneiderte Lösungen für ihre speziellen Bedürfnisse.

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