Manchmal fühle ich mich wie ein Atomstromverkäufer nach Tschernobyl

Matthias Kroener , Vorstandssprecher der Fidor AG, kommt sich oft wie ein Atomstromverkäufer vor. Der Bankkunde von heute steht dem Unternehmen skeptisch gegenüber. Schlagzeilen wie "Bank überfällt Bürger" oder Meinungen wie "Wozu brauche ich eine Bank, ruinieren kann ich mich selber" stehen an der Tagesordnung. Banken haben sich immer mehr von ihren Kunden entfernt und einen persönlichen Kontakt durch den Einsatz von IT und Technik (Bankautomaten) regelrecht abgeschirmt.

Mit der "Fidor Community Bank" bietet die Fidor AG ein modernes Bankangebot, dass seine Kunden als Community sieht, mit der offen über Blog , Twitter-Account , Facebook , Xing und YouTube diskutiert wird. Die Kunden können im Rahmen von Social Commerce-Konzepten sogar zu "Verkäufern" gemacht werden und gar der "Mitbesitz" im Rahmen eines Bonusprogrammes kann genutzt werden.

Matthias Kroener fordert mehr Transparenz, Authenzität und Nähe zum Kunden zurück. Schließlich ist auch ein Banker ein Mensch. Auch wenn maximale Transparenz in der Kommunikation 2.0 maximale Brutalität bedingt, man wir an ihr gemessen. "ich biete dir die Möglichkeit zu nutzen…ich biete es dir zumindest an…"

Banking ist Information, die flexibel genutzt werden muss. Jedoch ist auch ein Wandel innerhalb einer Unternehmenskultur der Bank unvermeidlich. Ghost Writing innerhalb der Social Media Kommunikation ist bei Weitem nicht tragfähig. Die Kommunikation muss daher Top Down, vom Management aus erfolgen.

Wie Banking 2.0 für die Fidor AG funktioniert hat Herr Kroener zudem auf einem Schaubild zusammengefasst, das auch als PDF heruntergeladen werden kann:

fidor-communiy-bank-at-social-web-breakfast

Vielen Dank für dieses interessante Breakfast in München und den sympathischen Vortrag.

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