Marken-Communitys auf dem Weg zum Engagement Marketing

In Ergänzung zu meinem gestrigen Beitrag zur „Marken-Community-Studie“ von Tribal DDB habe ich heute noch einen Gastbeitrag von Patrick Wassel (Autor der Studie) im Blog von Martin Ötting gefunden. Interessant fand ich dabei noch das Fazit von Patrick Wassel:

In der Praxis sollten sich Marken bewusst sein, dass sich Markengemeinschaften nicht auf einen zentralen, eingezäunten Bereich beschränken lassen. Die Studie hat gezeigt, dass die 40 untersuchten Closed User Groups aus unterschiedlichen Branchen eher im eigenen Saft kochen und keinen Nutzen aus bestehenden Gemeinschaften ziehen.

Als interessante, ergänzende Info zu dem Beitrag bei Olaf Kolbrück schreibt Patrick Wassel zudem:

Deshalb erstaunt es, dass weniger als 20% der untersuchten Marken Inhalte von Nutzern zulassen und ebenso wenige die Nutzer aktiv auffordern, sich zur Marke, der Closed User Group oder dem Unternehmen zu äußern.

Das verstärkt für mich nochmals meinen gestrigen kritischen Fazit, dass die Verantwortlichen in diesem Bereich noch lange nicht bei dem Web 2.0 Thema angekommen sind. Ich kann dabei nur Martin’s Kommentar unterstreichen:

Wer einen reichhaltigen und lebendigen Austausch in einer Community unter den Fans seiner Marke haben möchte, der muss sich endlich von der Fiktion verabschieden, dass die Kommunikation zur Marke komplett einseitig gesteuert werden könne.

Und mit folgendem ergänzen: Eine lebendige Community kann IMHO überhaupt nicht „gesteuert“, sondern nur auf bestimmte Bahnen proaktiv vorgedacht und gelenkt werden – was dann passiert, ist – wenn es eine wirklich lebendige und damit in seinen Meinungen vielfältig und bereichernde Community ist – nicht vorzubestimmen. In Bezug auf das Markenmanagement in diesem Umfeld muss sich das Unternehmen bewusst sein, dass wenn es sich diesem Spiel stellt, der Ausgang unklar aber durchaus lohnenswert sein kann. Denn das „Engagement“ des Kunden an dieser Stelle kann den Markenkern weiterentwickelt – zu Positionierungen, die vom Unternehmen gar nicht unbedingt vorzudenken sind.

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