Direktmarketing titelt mit Media Communitys und schreibt über Shadowing

Ich habe heute die aktuelle Ausgabe der „direkt marketing“ aus dem Postfach geholt und muss feststellen, dass die Redakteure zwar 2.0ig schreiben aber dennoch 1.0ig denken. Da wird die Ausgabe mit dem reißerischen Titel „Media Communities: Schubladen-Denke adé!“ betitelt und in den Beiträgen zu dem Titelthema geht es um die Erkenntnis, der Kunde ist nicht mehr eineindeutig einer Zielgruppe zuzuordnen also muss ich ins Web um ihn dort in Communitys kennenzulernen und ausspionieren zu können. Da wird von der „optimalen Verfolgung des scheuen Wildes Kunde“ und über Online-Verhaltensforschung am Kunden geschrieben – und dann über die fehlenden Lösungsmodelle lamentiert. Vielleicht sollte ich die Redakteure mal zu unseren Veranstaltungen einladen – denn ich denke, dass der Community SUMMIT durchaus vorzeigbare Lösungsansätze hat, nur da geht es nicht um „Shadowing“ und „Tracking“ von Usern, um sie hinterher wieder „bemailen“ zu können, sondern um das Thema „Engagement“ – also wie ich einen Kunden in eine nutzenstiftende Interaktion einbinde.

UPDATE: Ich habe dann doch noch weitergelesen und auf Seite 54 geht es dann „oh Wunder“ um Engagement Marketing – und da steht dieser wunderbare Satz:

Diesen nicht mehr zu stoppenden Trend nimmt das Engagement-Marketing auf und setzt – was jenseits des World Wide Webs im sogenannten „klassischen“ Direkt- und Dialogmarketing schon längst verbreitet ist – auf dialogbasierte Maßnahmen, die nicht nur den persönlcihen Einsatz der Nutzer fordern, sondern darüber hinaus auch für Bindung und die intensive Auseinandersetzung mit der Marke oder dem Produkt sorgen wollen.

Nein – das „klassische“ Direkt- und Dialogmarketing ist nicht mit dem Buzzword „Engagement Marketing“ gleichzusetzen – denn der Unterschied ist eindeutig in der Zielsetzung zu sehen: Die „Klassik“ versucht dialogorientiert eine definierte Message über eine Marke oder ein Produkt zu verbreiten, Engagement Marketing „invites and encourages consumers to participate in the evolution of a brand„.


  • Mark Masterson

    Ah, but co-creation implies a loss of control (or at least the illusion of same), and that’s precisely what these folk are battling to maintain. It will take a while yet before they notice that they lost that battle before they noticed it was happening…

    At the E2.0 conference in Boston, Steve Mann from SAP remarked about „social IQ“ — the ability of people and organisations to grasp and make use of this way of thinking. I laughed and said, „But Steve, IQ is mostly an innate thing — you can’t improve it much via learning. That implies that those with a low social IQ are doomed — that the only way forward is a Darwinian process that replaces them.“ I was teasing him, but he looked me square in the eye, dead serious, and said, „Yep.“