Interview: Marco Ripanti und die Community-Konzepte

Am kommenden Dienstag, den 26.08., startet die Rückrunde zum Social Web Breakfast in Köln mit Marco Ripanti von der ekaabo GmbHzum Thema „Erfolgsfaktoren im Community Marketing“. Marco Ripanti ist einer der „Serien-Community-Gründer“ in Deutschland – daher musste er auch hier für ein Interview zum Thema herhalten.

Marco Ripanti,
ekaabo

1) Marco, Du bist Referent beim kommenden Social Web Breakfast und sprichst über Communitys. Was können wir erwarten?

Einen Überblick über die Veränderungen in der Community-Landschaft. Es gab Zeiten in denen Communitys noch gar nicht so genannt wurden und heute verschwindet dieser Name für Plattformen schon ab und zu. Meine Erkenntnisse zu den einzelnen Ideen und Modellen; was gut und was falsch war gebe ich gerne weiter.

2. Welche Bedeutung misst Du Communitys in der heutigen Internet-Zeit zu?

Nach Mail (oder Messenger) prägt keine Form von Webapplikationen das Internet so sehr wie Communitys.

3. Was können Communitys für Unternehmen wirklich leisten? Und was sind die Erfolgsfaktoren für Ihren Einsatz in Unternehmen?

Zunächst sollte man sich vielleicht nicht so sehr an dem Wort Community aufhängen. Es geht mehr um die Elemente einer solchen „Gemeinschaftsplattform“. Der Umgang mit dem Web hat sich generell geändert und so kann jeder aus diesem Veränderungen seinen Nutzen ziehen. Es wäre vermessen zu sagen, dass jedes Unternehmen dringend eine Community braucht und damit auch Erfolg haben wird. Oft überschätzt man die Technologie als Faktor für den Erfolg oder Misserfolg einer Community. Sie ist nur das Werkzeug. Ob eine solche Plattform erfolgreich ist, entscheiden zu 99% die Personen hinter und in ihr.

4. Wann macht es Sinn, eigene Communitys aufzubauen und wann sich in Fremden zu engagieren?

Eine gute Frage. Sicher macht es Sinn sich zunächst in Fremden zu engagieren um zu testen ob man überhaupt dafür geeignet ist. Jeder der über ein entsprechend großes eigenes Netzwerk verfügt ist grundsätzlich geeignet Communitybetreiber zu sein. Je nachdem welche Ziele man verfolgt, können die Risiken / Kosten für einen Versuch auch überschaubar bleiben.

5. Wohin geht dann aber die Reise bzw. wieviel Communitys verträgt die Online-Welt?

Es werden noch viele viele Communitys entstehen. Was noch unklar ist, ob die dann wirklich noch so heißen werden. Die Zielgruppen für Netzwerke sind endlos. Die große Kunst wird es sein, sein Community-Leben sinnvoll zu organisieren … aber dieses Problem hat man ja auch im realen Leben :-)

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