#somofo15 im Rückblick: Social Media Intelligence braucht den Data Science Spezialisten!

Letzte Woche konnten wir wieder einmal Social Media-Experten, -Verantwortliche und -Enthusiasten beim Monitoring FORUM 2015 zur jährlichen Diskussion der Entwicklung rund um die Beobachtung und Analyse von Aktivitäten und Diskussionen in sozialen Medien zusammenbringen. Mit einem guten Mix von mehr als 80 Teilnehmer aus Unternehmen und Agenturen bot die Veranstaltung schon im Vorfeld ein spannender Erfahrungsaustausch zu werden – und das wurde Dank der engagierten Referenten und Teilnehmer auch bestätigt.

Social Media Monitoring wird erwachsen!

Entlang der Projektberichte zu Lancom, Mini und Robert Bosch konnten die Teilnehmer sehr gut die Professionalisierung des Bereichs feststellen. Monitoring wird hier zunehmend als strategische Entscheidungsgrundlage für die Social Media Aktivitäten verstanden. Das heisst – es bleibt nicht bei der Auswertung von historischen Daten und der zurückblickenden Bewertung vergangener Aktivitäten stehen, sondern gilt nun als Werkzeug zur Gestaltung zukünftiger Aktivitäten. Im Mittelpunkt stehen dabei Fragestellungen wie z.B. was sind die spannenden Themen für das Content-Marketing, was sind potentielle Influencer, nach welchen psychografischen Merkmalen kann ich meine Fan-Community unterteilen und mit welchen Inhalten sollten die identifizierten Persona-Gruppen “bespielt” werden?

Im interaktiven Workshop-Teil nach der Mittagspause diskutierten die Teilnehmer zusammen mit Stefan Evertz die Anforderungen auf dem Weg zu einer strategischen Verankerung von Social Media Monitoring im Unternehmen. Dabei kamen ganz spannende Ergebnisse heraus – die Stefan Evertz im folgenden Blog-Beitrag zusammenfasst.

Auch die weiteren Beiträge am Nachmittag von gutefrage.net (zum Thema wie wird die Qualität von User-Generated-Content”) und Madge (zum Thema “SEO und Social Media Monitoring”) zeigten auf, dass “Social Media Monitoring” heute beiweiten mehr ist, als periodische Reports über die Entwicklung der Fanbasis und Mentions zu erstellen.

Social Media Analyse ist ein interdisziplinäres Wirkungsfeld

Mit dem Oberthema “Auf dem Weg zur Social Media Intelligence” war die Veranstaltung bezüglich der Richtung der Diskussionen schon vorbestimmt. Als Richtungsgeber waren dazu die einführenden Fachbeiträge von Martin Szugat (Datentreiber), Denise Sindermann (IPSOS) und Dr. Carsten Ulbricht (Bartsch Rechtsanwälte) ausgewählt worden. Kerstin Nägler fasst die drei Vorträge in Forschungsweb-Blog sehr schön wie folgt zusammen:

Martin Szugat von datentreiber.de brachte viele anschauliche Beispiele zu Anwendungsgebieten von Predictive Analytics ein. Ob eine Vorhersage der Anzahl von Kinobesuchern, den stärksten Tagen im Einzelhandel oder der Verlagerung hin zu maschinell verfassten Texten – Predictive Analytics findet bereits in vielen Gebieten aktive Anwendung.

Denise Sindermann von Ipsos Qualitative beleuchtete die psychologische Komponente von Konversationen im Social Web. Sie zeigte auf, dass soziale Netzwerke wie Facebook oder Instagram eher dem „Projective Self“ der User dient, d.h. diese hier anderen ihr Ideal-Selbst zeigen. Auf Diskussionsforen und Bewertungsplattformen dagegen zeigen die User eher ihr „Real Self“.

Im Fachvortrag von Rechtsanwalt Dr. Carsten Ulbricht zu rechtlichen Aspekten von Monitoring und Analysen war natürlich Safe Harbor ein wichtiges Thema. Ausführlich kann das Thema noch einmal im Blog der Kanzlei nachgelesen werden.

Deutlich entlang der Diskussionen rund um die Fachvorträge wie auch die Praxisbeiträge wurde dabei sehr schön, dass die “Social Media Analyse” – sprich die tiefergehende Interpretation und der prognostizierende Einsatz für die Gestaltung und Entscheidung über zukünftige Aktivitäten – durchaus ein Themenfeld ist, dass aus einem interdisziplinären Team gestützt werden muss. Die inhaltliche Social Media Kommunikationskompetenz ist dabei wichtig für die inhaltliche Interpretation, ein professioneller Ansatz braucht aber darüber hinaus auch tiefergehende analytische Fähigkeiten, IT-Unterstützung, sozio-psychologische Deutungskompetenz sowie ein rechtliches Verständnis – inwieweit die Daten in Aktivitäten genutzt werden können.

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Von der Social Media Intelligence zur Data Science Disziplin

Insgesamt zeigte die Veranstaltung, dass sich das Thema “Social Media Monitoring” langsam zu einer “Data Science”-Disziplin entwickelt – bei der anhand von Daten aus “Social Media Interaktionen” Gestaltungsoptionen für zukünftige Aktivitäten gewonnen werden.

Diese Entwicklung sehen wir als wesentlichen Trend für das Jahr 2016 und freuen uns hierbei schon auf die weiteren Diskussionen entlang unserer Veranstaltungen.

Link-Appendix

Weitere Zusammenfassungen zur Veranstaltung:

Impressionen mit Tweet-Archiv & Bilder-Gallerie auf Veranstaltungsseite

Video-Archiv mit ausgewählten Mitschnitten zur Veranstaltung

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