Die 7 Tipps für emotionales Storytelling

Im Zuge der letzten Blogbeiträge und Interviews, die unser Verständnis des Digital Storytellings gestärkt haben, wird es Zeit, nicht nur den Sinn an sich zu erörtern, sondern auch verstärkt ein Auge auf die eigentliche Umsetzung zu werfen. Der Blogger Laurence O’Bryan  hat eine Liste von Tipps zusammengestellt, die dabei helfen sollen, aus jedem Content eine gute Geschichte herauszuholen. Pohlmann und Lünebürger-Reichenbach haben bereits auf die hohe Bedeutung des emotionalen Erregungszustandes der Kunden verwiesen, der die Identifikation ermöglicht – wie genau entsprechende Erregungszustände erzeugt werden, erfahren wir nun durch O’Bryan :

1)      Conflict: If you can frame your brand, your organisation or your output as a struggle between good and evil, then you can build the emotional involvement that will inspire people to retweet, mention or pass on your post.

→  Emotionale Anteilnahme schaffen durch die Auseinandersetzung mit Content aus verschiedenen Perspektiven

2)      Empathy: Empathy will be engendered when people can see themselves in the position of a user of your product or service.

→  Einfühlungsvermögen erzeugen durch Identifikationsmöglichkeit der Kunden

3)      Tension: Creating tension, the need to read on, to find out what happens next, is a technique that social media posters can use to build engagement with their followers.

→ Spannung erzeugen, die den Leser zum Weiterlesen animiert (Cliffhanger, Gegensätze, Preis- oder Katastrophenankündigung, Überraschungen, Rätsel…)

4)      Characterization: Characterization builds empathy between the reader and your post or feed/series of posts

→ Einfühlungsvermögen erzeugen durch Preisgabe der eigenen persönlichen Details, vermittelt durch die Marke/das Produkt

5)      Time to take a break. Offenbar wollte O’Brian den Input erst einmal sacken lassen. Sieben statt acht Tipps. Weiter geht es:

6)      Spilling your guts!: Putting in the corny details, the wrenching feelings. the human foibles, makes a novel or any piece of writing readable and engaging.

→ Ehrlichkeit und Menschlichkeit in Texte legen mit persönlichen Stärken und Schwächen

7)      Point of View: Point of view is about whose eyes are observing what happens in your posts, whether long or short. […]social media can accommodate multiple point of view in posts

→  Content aus der Sicht von: “Everyone” schließt jeden mit ein, “I” erfordert einen zugehörigen Charakter, der postet/bloggt, „you“ nutzt Appelle, „he, she, it, they“ erläutern Vermutungen

8)      Using your senses: Sight, taste, sound, smell and touch are the 5 senses that connect us to the world. When you read about them the written world comes alive…

→ Sprich im Content die 5 Sinne der Leser abwechselnd an, um sie an eine Marke/ein Produkt zu binden

 

Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Umsetzung dieser Ratschläge tatsächlich so leicht verläuft, wie es sich anhört. Durchaus ist es nachvollziehbar, mit den verschiedenen Mitteln auf persönlicher Ebene an den Kunden heranzutreten, um eine emotionale Bindung aufzubauen. Doch welche Grenzen sollten gesetzt werden? Welche Emotionalitätsstärke sprengt den Rahmen und erzeugt vielleicht vielmehr das Gegenteil der Kundenanbindung? Zu viele „guts“ find ich persönlich eher unappetitlich. Wo zieht Ihr einen Schlussstrich?

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