Echte Digital Natives schreiben für echte Digital Natives – Interview mit Hansjörg Zimmermann von Zeitjung.de

Beim Future Media SUMMIT hören wir im Panel “Engagement-Konzepte der Zukunft” einen Best Practice Vortrag über die Inhaltsformate, Lesereinbindung und Dialogorientierung des Zeitjung Magazins. Hansjörg Zimmermann, Geschäftsführer, gab uns ein paar Antworten zum Zeitjung.de Projekt und der Frage wie Digital Natives heute für News begeistert werden können.
Hans-Jörg Zimmermann, Zeitjung.de
1) Herr Zimmermann, Sie sind Geschäftsführer von der Agentur Das Goldene Vlies und haben mit Ihrer Agentur den Online-Medientitel Zeitjung.de gestartet, über den Sie beim Future Media SUMMIT berichten. Mit welchen drei Schlagwörtern können Sie das Projekt auszeichnen?

Authentisch. Artgerecht. Anders. Aktiv. Wichtig dabei ist vor allem ein hoher Grand an Partizipation unserer Zielgruppe.

2) Welches Ziel verfolgt Zeitjung.de und was der Hintergrund zum Projekt?

2007 habe ich nach ausgiebiger qualitativer Marktforschung ein erstes Konzept einer Zeitjung-Community für Berufsstarter entwickelt, aber aufgrund der parallelen Entwicklung von StudiVZ, Facebook und Myspace zunächst ad acta gelegt. Am Freitag, den 13.2.2009 gingen wir dann online – genau in der Woche als Zoomer von Holtzbrinck vom Netz ging. Vom Start weg hatten wir zwischen 40.000 und 70.000 Unique-User.
Wir möchten mittelfristig das “Zentralorgan” – also die Stimme für junge Leute (Kernzielgruppe Berufsstarter) sein, wenn es um die Themen geht, die sie bewegen. Nicht mehr aber auch nicht weniger. Echte Digital Natives schreiben für echte Digital Natives über Menschen, Medien, Zukunft. Alle relevanten Social Media Kanäle bieten den Stoff unserer Geschichten. Wir arbeiten ohne Agenturhilfe – im Gegenteil: wir liefern immer mehr Content an prominente Auftraggeber.

3) Das Projekt kennzeichnet sich durch eine starke multimediale Aufbereitung und Dialogorientierung. Wieviel Bewegtbild ist nötig und rechnet sich das?

Bewegtbild wird über kurz oder lang an Bedeutung gewinnen und von uns mehr und mehr eingebettet. Allerdings ist das aufwendig und “rechnet” sich noch nicht. Der Produktionsaufwand ist nicht unerheblich. Wir planen nach unserem technischen Relaunch im Laufe des 3.Quartals hier mehr Videos einzubetten und suchen hierzu derzeit Kooperationspartner.

4) Mit welchen Redaktionsformaten lässt sich die Generation der Digital Natives im Internet begeistern?

In keinem Fall die klassischen Formate der tradierten Verlage. Wir sind sicher dass der Weg zwischen Qualitätsjournalismus und der Aggregation von echten Quellen in dieser Zielgruppe der Digital Natives liegt. Das bauen wir derzeit mit Partnern aus. Wir werden demnächst in jeder Hochschulstadt in Deutschland auch regionale Hubs integrieren und planen amibitionierte Schülerzeitungen online teilhaben zu lassen.

5) Wo sehen Sie die Zukunft von Zeitjung.de? Wird es als Nischenplattform Bestand haben?

Thematisch bleiben wir in jedem Fall in der Nische, bauen aber zeitjung vertikal zur Marke aus, In Zukunft werden wir zeitjung.events, zeitjung.tv und zeitjung.consulting entwickeln. Immer mehr Unternehmen tun sich schwer mit der Zielgruppe Berufsstarter und deren Medien- und Nutzungsverhalten. Wenn wir diese Nische erfolgreich besetzt haben nehmen wir die nächste Nische in Angriff.

Vielen Dank für das Interview!

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