Web Intelligence – Quo vadis?

Mit dieser Frage darf ich mich derzeit mal wieder beschäftigen, denn das Web Intelligenz FORUM 2010 steht vor der Tür und will inhaltlich ausgestaltet werden. Nun müssen wieder einmal Themen her, die die wesentlichen Fragestellungen der Verantwortlichen in diesem Bereich adressieren.

Nachfolgend ein drei Punkte, die mir bei einer kurzen Recherche heute hierzu aufgefallen ist:

  • Web-Erfolgsanalyse immer noch nicht strategisch verstanden – Wir hatten es bereits beim ersten WIF ausführlich besprochen, aber es scheint immer noch viel Aufklärungsbedarf dahingehend zu geben, dass die Web-Erfolgsanalyse eine strategische Bedeutung für die Internet-Aktivität hat und mit den entsprechenden Methoden und Steuerungsinstrumenten in die strategische Planung eingebunden ist. Eine wichtige Fragestellung hierbei ist weiterhin, was die richtigen Prozesse und organisatorische Einbindung sind. Hierzu ist ein interessanter Podcast von Lars Johannson anzuführen: Web-Analytics in Europe
  • Optimierungszielsetzungen sind wichtige Thementreiber – Wie schon im ersten Punkt angedeutet, wird das Thema immer noch eher punktuell (statt als kontinuierlicher Prozess) gesehen. Hiermit einhergehend ist dann, dass das Thema immer stark an Bedeutung gewinnt, wenn ein Relaunch für die Internet-Aktivität geplant ist.
  • Wandel von Owned zu Earned Media – Das Web 2.0 fordert auch seinen Tribut an die Web-Erfolgsmessung; denn im Web 2.0 Umfeld finden die Aktivitäten nicht mehr nur auf eigene Sites statt, sondern (dezentral) an verschiedenen “Plätzen” im Web. Siehe hierzu auch den Beitrag von Daniel Goodall. FÜr die Web-Erfolgsmessung stellt sich hierbei die Frage, was sind die KPIs und Methoden zur Messung der Aktivitäten im Social Web. Oliver Schiffers hat hierzu ein paar interessante Gedanken verfasst.

Soweit mal meine ersten Gedanken – da ich hier noch ziemlich “im Regen” stehe, freue ich mich über jeden Kommentar und Hinweis.

Article written by

Bjoern Negelmann

Als Head of Conferences & Content bei Kongress Media zeichnet Björn Negelmann für die Inhalte der Konferenzen und Informationsportale verantwortlich.

One Response

  1. Oliver Schiffers
    Oliver Schiffers at | | Reply
    Ich sehe noch 2 weitere Punkte:
    Web Analytics ist nicht nur in die strategischen Processe einzubinden und im Zuge von Relaunches zu planen, sondern vielmehr, wie auch angedeutet, in sehr operative Prozesse, die eine kontinuierliche Evolution und Optimierung der Portale und Initiative ermöglichen müssen – Im Ggs. zur Build and Rund Debatte, die dann auch in der Strategie meist nur ein reines Reporting zur Folge hat. Ein wichtiger Faktor hierbei ist, das den handelnden Personen – Analysten UND Usability Veranwortlichen sowie Portal- und Content Manager dann sowohl Budgets als auch Hebel zur Verfügung stehen müssen um überhaupt kontinuierlich weiter zu verbessern.

    In der WAA wird derzeit stark diskutiert und auch den Anbietern gegenüber kommuniziert, dass die derzeite Datenerhebund und damit auch -qualität sowie die darauf folgenden Analysemöglichkeiten auf einem echten Hack (Javascript Tag) beruhen, der eine hohe Ungenauigkeit, immense Testaufwände und eine ständige Abstimmung von Analysefragestellungen / Optimierungsmöglichkeiten mit Entwicklung und Datenerhebung bedeutet. Wird die Datenerhebung in das WebOS oder den Browser wandern, oder werden Serverseitige Methoden zunächst weiter an Bedeutung gewinnen?

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