Hannah Monderkamp: Strategisches Monitoring fördert die redaktionelle Empathie

Heute werfen wir einen Blick auf die Monitoring Entwicklung aus redaktioneller Perspektive. Hannah Monderkamp (Twitter | LinkedIn) ist Social Media Analyst in der Redaktion der Rheinischen Post. Am 6. Dezember wird Sie im Zuge des Monitoring Forums einen Vortrag mit dem Thema “Themen-Monitoring und Audience Engagement im Journalismus” halten. Vorab erzählt sie im Interview von dem Tool-Einsatz innerhalb der Redaktion und welchen Mehrwert ein strategisch verankertes Monitoring gerade auch für Journalisten liefert.

a) Frau Monderkamp, Sie sind als Referentin beim diesjährigen Monitoring FORUM dabei. Was sind die drei Stichworte, mit denen Ihr Fachbeitrag verschlagwortet werden kann?

  1. Journalismus
  2. Empathie
  3. Listening-Center

 

 b) Im Themenfokus des diesjährigen Monitoring Forums stehen Erfahrungen bei der Nutzung von Social Media Monitoring und Analyse mit strategischer Zielsetzung. Wie ist das Monitoring in Ihrem Bereich aufgehängt?

Bei der Rheinischen Post wird unser Monitoring-Tool, das Listening-Center, als ganzheitliche Strategie gedacht. Es ist uns wichtig, dass alle Redakteure nach und nach Zugang zu dem Tool bekommen und so ein Prozess angestoßen wird, der auch die redaktionelle Arbeit verändert.

 

c) In Ihrem Vortrag berichten Sie vom Themen-Monitoring und Audience Engagement bei der Zeitung. Was ist hierbei im Zuge des Journalismus’ für das Monitoring zu beachten?

Im Journalismus findet gerade ein Wandel statt, bei dem die Redaktionen noch mehr darauf achten, darauf zu hören, was die Menschen wirklich interessiert. Durch die richtigen Tools können wir eine besondere Empathie dafür entwickeln, was die Themen im Netz sind, über die gerade gesprochen wird.

 

d) Welche Potentiale erkennen Sie in dem Einsatz von entsprechenden Analyse-Maßnahmen und Engagement Triggern?

Mit den richtigen Analyse-Maßnahmen können Redaktionen neue Themenbereiche und damit auch neue Zielgruppen für sich erschließen. Indem wir lernen, systematisch zuzuhören und zu analysieren, welche Geschichten gut funktionieren, bleiben wir auch in Zukunft relevant für Leser.

 

e) Welche Veränderungen sehen Sie für die Zukunft in diesem Bereich?

In einer immer digitaleren Welt mit immer mehr online verfügbaren Informationen wird es in Zukunft noch schwieriger und aufwändiger, sich einen umfassenden Überblick über Themen zu verschaffen und aus der eigenen Filterblase auszubrechen. Das gilt natürlich auch für Journalisten, die dies unter großem Zeitdruck leisten müssen und dabei zugleich einem hohen Qualitätsanspruch verpflichtet sind. Deshalb sind die richtigen Monitoring-Werkzeuge so wichtig, um jederzeit Up-to-date zu bleiben und Zeit für die wirklich wichtigen journalistischen Aufgaben und Herausforderungen zu haben.

 

f) Welche Erwartungen bringen Sie mit zum Monitoring FORUM?

 Ich freue auf Austausch mit Fachkollegen und möchte einen Blick über den journalistischen Tellerrand in möglichst verschiedene Bereiche werfen.

 

Am 6. Dezember