Peter Bernskötter: Die stetige Anpassung im Monitoring verhindert die Verzerrung von Datenbewertungen

Als nächstes haben wir Peter Bernskötter für unsere Monitoring Forum Interviewreihe gelöchert. Der Gründer und Geschäftsführer von unserem Sponsoren bc.lab erklärt im Zuge der strategischen Zielsetzung, die es benötigt, welche Risiken bei der Analyse bestehen und welche qualitativen Daten vor allem für die Identifikation von Influencern  neben quantitativen Kriterien von entscheidendem Wert sind.

Peter Bernskötter – Sie unterstützen mit bc.lab das diesjährige Monitoring FORUM. Können Sie mit drei kurzen Punkten, den Schwerpunkt von bc.lab beschreiben?

bc.lab ist einer der Pioniere im Social Media Monitoring und etablierter Anbieter im Fullservice Segment. Wir haben langjährige Kundenbeziehungen zu Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Größen, vom Global Player bis zum Kleinunternehmen.

  • Kern unseres Angebots ist das Social Media Monitoring auf sehr hohem Niveau. Wir setzen dabei auf ein eng verzahntes Zusammenspiel unserer Monitoring-Software mit dem Know-how unserer Analysten Teams.
  • Ein bc.lab Schwerpunkt ist das Frühwarnsystem krisen.radar®. Wir machen genaue Content Analysen, so dass unsere Kunden kritische Themen schon in einem sehr frühen Stadium erkennen.
  • Unsere Lösungen sind auf die internen Prozesse der Kunden zugeschnitten. Vom Set-Up Prozess über das kontinuierliche Monitoring bis zur Analyse und dem Reporting, arbeiten unsere Analysten sehr eng mit den Kunden zusammen.


Im Themenfokus des diesjährigen Monitoring FORUMs stehen Erfahrungen bei der Nutzung von Social Media Monitoring und Analyse mit strategischer Zielsetzung. Wie bewerten Sie die Umsetzung dieses Ansatzes in den Unternehmen?

Ohne eine klare Zielsetzung macht ein Monitoring keinen Sinn. Das ist beim Monitoring nicht anders als in vielen anderen Bereichen: Nur, wenn man weiß, was man erreichen will, kann man die richtigen Hebel in Bewegung setzen und das Monitoring sinnvoll für den Erfolg des Unternehmens einsetzen. Genau dieser strategische Ansatz lässt sich gut anhand der unterschiedlichen Lösungen für unsere Kunden ablesen. Das Spektrum reicht vom klassischen Social Media Monitoring über Krisen- und Influencer-Monitoring bis zum Preis-Monitoring oder auch das Monitoring in speziellen Märkten, wie zum Beispiel dem chinesischen Internet.

Bei aller Strategie muss man aber aufpassen, dass man sich mit dem Monitoring nicht seine eigene Filterblase schafft. Unsere Analysten Teams unterstützen deshalb kontinuierlich bei der dynamischen Anpassung des Monitorings.


Im Social Media Marketing geht es derzeit ja viel um spannende Inhalte/Contents und Influencer, die die Geschichten der Unternehmen verstärken sollen. Welchen Beitrag liefern Monitoring-Tools wie das Ihrige für die Identifikation der spannenden Themen und Influencer?

Beim Influencer Marketing unterstützen wir von zwei Seiten: Zum einen bei der Identifizierung und der inhaltlichen Qualifizierung potentieller Influencer. Auch dabei spielt übrigens das Know-how unserer Analysten Teams eine wichtige Rolle.

Auf der anderen Seite messen wir die Kampagnenerfolge und erstellen Reports während und nach der Kampagne. Ein wichtiger Aspekt ist dabei, neben der Bewertung der quantitativen Daten, wie Reichweite, Klicks, Likes, Kommentare etc. auch die Qualität der Ergebnisse über die Inhaltsanalyse mit einzubeziehen. Ganz besonders vor dem Hintergrund des zunehmenden Spams in Blogs und sozialen Medien, die zu einer starken Verzerrung der abschließenden Kampagnenbewertung führen können.


Welche weiteren Trends im Social Media Marketing sehen Sie, für die mit dem Monitoring-Ansatz Entscheidungsgrundlagen geschaffen werden müssen?

Social Media gewinnt zunehmend Einfluss auf nahezu alle Bereiche der Wertschöpfungskette in Unternehmen. Von der Entwicklung über die Produktion bis zum Vertrieb. Für das Monitoring bedeutet das, dass die Qualität der Daten und deren inhaltliche Analyse eine immer wichtigere Rolle einnehmen. Eine Entwicklungsabteilung braucht ganz andere Informationen als das Marketing für seine Social Media Kampagnen, ein CEO andere Reports als die PR-Abteilung. Diese Integration in den gesamten Unternehmensprozess ist ein Trend der sich weiter verstärken wird.


Immer wieder ist ja auch der Ruf der Verknüpfung von Social Media Daten mit anderen Geschäftsdaten z.B. Kundendaten. Welche Anforderungen sehen Sie hier?

Zunächst einmal ist die Idee nicht neu und wird auch schon in Teilbereichen umgesetzt. Allerdings ist das Thema auch sehr stark durch den gesetzlichen Datenschutz limitiert. Aus meiner Sicht zurecht, denn hier geht es auch um das sensible Vertrauensverhältnis zwischen Unternehmen und Kunden. Die Vorstellung, dass die User komplett durchleuchtet werden, gefällt nicht jedem.

Wir sehen das Thema breiter aufgestellt. Für uns steht an erster Stelle die Content-Analyse: Welche Themen interessieren meine Zielgruppe, was sind die Stärken und Schwächen meiner Produkte, welche Reputation hat meine Marke, wie denkt die Community über meine Services. Solche Erkenntnisse lassen sich hervorragend und gewinnbringend nutzen, ohne in die Privatsphäre des Einzelnen einzudringen.


Welche Erwartungen haben Sie bzw. hat bc.lab an das Monitoring FORUM?

Wir freuen uns wieder dabei zu sein. Das Monitoring Forum ist durch das Thema ja sehr fokussiert und daher freuen wir uns auf viele spannende Gespräche, interessante Kontakte und Inspirationen.

 

Vielen Dank, Herr Bernskötter!

Wir hoffen diese und weitere Fragen, dann natürlich auch im Detail beim kommenden Monitoring Forum am 5. & 6. Dezember in München diskutieren zu können.





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