Markus Slivovsky (Arvato): Digitales Marketing braucht flexible Plattformansätze mit integrierten und automatisierten Abläufen!

Im Rahmen unserer Experten-Interviews zur CeBIT Digital Marketing Arena 2017 freuen wir uns heute über die Antworten von Markus Slivovsky. Markus Slivovsky ist Senior Consultant Marketing Solutions bei Arvato Systems und seit über zehn Jahren spezialisiert auf die Optimierung von strategischen Marketing- und Kommunikationsprozessen. Sein Schwerpunkt liegt auf der nachhaltigen Steuerung und Kontrolle von Erfolgen in Marketing und Vertrieb für unterschiedliche Branchen. Im Rahmen der CeBIT Digital Marketing Arena nimmt er an verschiedenen Expertenrunden zu den Trends und Entwicklungen bei digitalen Marketingprojekten teil.

Im Vorlauf zur CeBIT konnten wir ihm einige Fragen bezüglich der Herausforderungen auf dem Weg der digitalen Transformation im Marketing stellen.

Markus Slivovsky – Sie unterstützen mit Arvato Systems die CeBIT Digital Marketing Arena 2017. Mit welchen Themen kommen Sie auf die CeBIT?

Nicht nur mich, sondern uns bei Arvato Systems beschäftigt das Thema „Customer Experience“: Ob traditionell oder digital, nachhaltige Kundenbindung schafft man nur mit Erlebnissen, die Kunden begeistern.

Die digitale Form von Zuschauen, Miterleben und Kaufen bringt hier einen entscheidenden Vorteil mit sich: Daten über Nutzer und Content beinhalten wichtige Erkenntnisse, die genutzt werden können, um Inhalte und Werbung auf individuelle Interessen und Verhaltensweisen des jeweiligen Endnutzers besser zuzuschneiden und effektiver in Form von personalisierten Experiences zu platzieren. – Für die Umsetzung solcher Experiences hat Arvato Systems ein umfassendes Portfolio an IT-Lösungen, Design- und Beratungsleistungen entwickelt.

Laut einem Beitrag sieht Arvato Systems die Notwendigkeit für eine “High-Performance-IT” als Unterstützung für das Marketing und die Herausforderungen des digitalen Kundenzeitalters. Was verstehen Sie darunter?

Dass erfolgreiches digitales Marketing leistungsstarke IT braucht, ist kein Geheimnis. Die Wertschöpfung in digitalen Kanälen folgt disruptiven Denkmustern. Für Unternehmen aller Branchen eröffnen sich unaufhörlich neue Absatzchancen, die ebenso rasche Anpassungen erfordern.

Unzusammenhängende Technologien und zeitaufreibende Prozesse haben da keinen Platz. High-Performance-IT ist also ein wichtiger Erfolgsfaktor. Digitales Marketing braucht flexible Plattformansätze mit integrierten und automatisierten Abläufen, mit denen sich schnell verändernde Geschäftsmodelle nachhaltig unterstützen lassen.

Wo stehen die Unternehmen auf der Reise die Fachbereiche Marketing, Vertrieb und Service stärker mit Technologie zu unterstützen, um eine kundenorientierte Marktansprache zu realisieren?

Die Antwort lässt sich schwer verallgemeinern. Es gibt zwar wesentliche Unterschiede je nach Branche, aber einzelne Unternehmen stellen sich den Herausforderungen der digitalen Transformation mehr oder weniger innovativ. Während B2C-Unternehmen wie Apple, Amazon oder Netflix immer erfolgreicher am Markt agieren, sieht man mitunter Ratlosigkeit bei etablierten Medienhäusern, Finanzinstituten und klassischen B2B-Herstellern. Diese kommen mit den neuen Realitäten der wachsenden Kommunikationswege tendenziell wenig zurecht und sind mit der gestiegenen Macht des Endkonsumenten und neuhinzugekommenen Wettbewerbern überfordert.

Wenn es darum geht, digitale Geschäfte aufzubauen, ist es oftmals so, dass viele Unternehmen die größten Baustellen bei endkundenorientierten Lösungsansätzen haben. Technologie wird ja heutzutage überall eingesetzt – wenn auch mit gewissen Einschränkungen für bestimmte Unternehmensbereiche. Nicht nur lose, abteilungszentrierte Softwarelösungen verhindern effizientere Marketing- und Vertriebsaktivitäten, sondern auch starre, veraltete Prozesse sowie ein verzerrtes Kundenverständnis. Für personalisierte Werbebotschaften und Services braucht es eben mehr als bloß zusammenhängende IT-Lösungen: In den Organisationen müssen Silos abgebaut werden – sowohl in Bezug auf die unterschiedlichen, oft konkurrierenden Abteilungen als auch hinsichtlich des Informationsaustausches auf Basis von einheitlichen Daten und Kennzahlen.

Erfolgreich sind also Unternehmen, die es schaffen, ihre Synergien in den Bereichen Technologie, Prozess und Mensch zu bündeln und Erfolge für die gesamte Wertschöpfungskette messbar machen. Nur so können sie passende Antworten auf Marktveränderungen finden und nachhaltig Kundenbedürfnisse wecken. Wie das geht, zeigen uns Tag für Tag Apple und Co, aber auch deutsche Unternehmen wie Zalando und Trivago verbuchen beachtenswerte Erfolge.

Im Mittelpunkt des diesjährigen Programmes steht die nächste Welle der “Disruption” in Marketing, Vertrieb und Service – insb. mit dem Einsatz von künstlicher Intelligenz, intelligenten Automatisierungen der Prozesse und Kommunikation sowie der virtuellen Interaktionsmöglichkeiten. Wo sehen Sie die stärksten Veränderungen für die Fachbereiche durch diese nächste Technologiestufe?

Technologien wie Virtual Reality oder Augmented Reality sind per se nichts Neues. Künstliche Intelligenz wird heute auch schon in Form von datenbasierten Verhaltensmustern umgesetzt. Diese Trends wurden bereits von den großen Playern der IT-, Unterhaltungs- und Automobilindustrie aufgegriffen. Doch durch die gestiegene Verfügbarkeit von leistungsstarker Cloud-Infrastruktur, vernetzten Anwendungen und leistbaren Endgeräten wie VR-Brillen und Head-Mounted Displays finden solche Technologien nun größeren Zulauf bei Konsumenten und weiteren Unternehmen.

Ich bin mir sicher, dass wir bald schon branchenübergreifend zahlreiche Anwendungsfälle in Marketing, Vertrieb und Kommunikation sehen werden, die vermehrt VR, AR oder AI nutzen. Sie werden eben einen weiteren Kanal darstellen, für den sich jedes Unternehmen einen passenden Mix zurechtlegen muss. Durch die Echtzeitinteraktion interessierter Endkunden auf Basis virtueller Realität werden sich gewiss auch neue Anforderungen an Bewegtbildintegration, Design, Usability und Datenauswertung herauskristallisieren. All dies wird erneut zur Herausforderung für etablierte System- und Prozesslandschaften.

Welche Herausforderungen sind von den Unternehmen zu meistern, um diese nächste Stufe der digitalen Transformation zu erklimmen?

Wie gesagt, sollten Firmen nicht nur darauf beharren, ihre Antworten allein in neuen technologischen Errungenschaften zu suchen. Natürlich ist Technologie extrem wichtig und sollte auch stets up-to-date sein, aber für jedes Unternehmen stellt sich die digitale Transformation anders dar. Neben technologischer Innovation hängen die unterschiedlichen Entwicklungsstufen und Komplexität doch auch von Marktbedingungen und internen Faktoren wie Organisation und Kultur ab.

In unseren Projekten sehen wir bei vielen Firmen die große Herausforderung, Silos zugunsten integrierter Geschäftsaktivitäten abzubauen. Zu groß sind oftmals die systemischen, prozessualen und kulturellen Hürden. Dabei ist es wichtig, mit Bedacht vorzugehen, denn ohne Plan oder Roadmap meistert niemand die digitale Transformation. Unternehmen sollten schon analysieren, in welchen Kanälen sie mit welchen Botschaften und Produkten präsent sein sollten, um ihre Zielgruppe am besten zu erreichen. Dabei müssen die einzelnen Marketing- und Vertriebskanäle eine Einheit bilden.

Mit welchen Erwartungen kommen Sie zur CeBIT Digital Marketing Arena?

Ich freue mich auf den Austausch mit Kunden, Kollegen und Experten und bin gespannt, welche Trends und Herausforderungen auf den Ständen und in den Vorträgen am meisten vorkommen werden. Es ist ja auch meine erste CeBIT überhaupt!

Treffen Sie Markus Slivovsky und Arvato Systems auf der CeBIT Digital Marketing Arena und registrieren Sie sich noch heute für eine kostenfreie Teilnahme!