Social Media Monitoring & Analyse im Dienste des digitalen Marketing – Ergebnisse der Video-Trendinterviews

In der Vorbereitung zum Monitoring Forum 2016 haben wir – wie auch in den vergangenen Jahren (siehe 2013-2014 & 2015) – wieder einige Experten und Lösungsanbieter zum Status-Quo im Themenfeld “Social Media Monitoring & Analyse” interviewt. Im Ergebnis ist dabei ein ganz spannender Überblick mit Meinungen und Einschätzungen der aktuellen Entwicklung herausgekommen, über die wir an dieser Stelle gerne einen ersten Überblick geben wollen.

Mit der Reife des Themas konsolidiert sich auch der Markt

Die jüngsten Zusammenschlüsse und Aufkäufe von Unternehmen im Themen “Social Media Monitoring & Analyse” zeigt für unseren Veranstaltungspartner Stefan Evertz, dass wir zunehmend in einer Konsolidierungsphase im Markt sind. Die “weißen Flecken” auf der Landkarte der Unternehmen, die eine eigene Monitoring- und Analyse-Lösung betreiben und hier auch substanziell in Technologien und Prozesse investieren, werden weniger – auf der anderer Seite wird das Thema aber auch zunehmend zu einem Dienstleistungsmarkt – denn nicht jedes Unternehmen kann bei diesem Themenfeld die ausreichende Kompetenz aufbauen bzw. Ressourcen bereitstellen, die es braucht, um professionelle Analysen und Erkenntnisse über die Entwicklungen der Meinungsbilder und Diskussionen in Social Media zu realisieren.

Stefan Evertz, CORTEX digital:

  • Der Markt konsolidiert sich; es gibt immer mehr Zusammenschlüsse – insb. zwischen Monitoring-/Analyse-Werkzeugen und Engagement-Management-Suiten
  • Das Thema ist immer mehr im Marketing verortet – dabei ist Social Media ein wichtiger, aber dann doch nur ein Interaktionskanal mit den Kunden, der zu analysieren ist.

Social Media Insights müssen Antworten für Strategiefragen des digitalen Marketing bieten

Wie schon von Stefan Evertz als unabhängiger Marktexperte festgestellt, bringt die Professionalisierung in diesem Bereich mit sich, dass Social Media sind in ein Gesamtbild des digitalen Marketing einordnet und die Analyse dieser Interaktionskanäle aber auch nicht nur Rückschlüsse über die Social Media Aktivität, sondern Erkenntnisse für die strategische Aktivitätenplanung des digitalen Marketing liefern muss. In diesem Sinne sind auch die Aussagen der verschiedenen Lösungsanbieter-Vertreter einzuordnen, die auf verschiedene Anforderungen für einen mehr ganzheitlicheren Erkenntnisgewinn abstellen.

Will McInnes, Brandwatch:

  • Das Monitoring muss zunehmend den Anforderungen eines internationalen Erkenntnisgewinnes entsprechen (insb. bei größeren Unternehmen), bei denen auch der asiatische Sprachraum (insb. China) stark mit ins Gewicht fällt.
  • Die Plattformen müssen Aussagen auf die Frage – “so what do we need to do now” – liefern – im Vordergrund stehen “actionable insights”, sprich Erkenntnisse, die Ansatzpunkte für die weitere Marktmaßnahmen und ihre Optimierung ermöglichen.

 

 

Christophe Folschette, Talkwalker:

  • Reines Beobachten und systematisches Zusammenfassen von Social Media Aktivitäten ist nicht mehr ausreichend; der Trend geht in Richtung “Social Media Intelligence” – bei der über eine integrierte Datensicht Empfehlungen für die zukünftigen Aktivitäten ermittelt werden.
  • Wichtig ist hierbei die Datenaggregation verschiedener Datentypen wie Text- & Bildanalyse sowie die Unterstützung zur Identifikation von Themen und Inhalten für das Content Marketing

Yasan Budak, Vico Research:

  • Die Daten aus Social Media sind mit anderen Datenquellen aus dem Unternehmen zu verknüpfen
  • Social Customer Insights rückt zunehmend in die Hoheit von spezialisierten Analyse-Experten

Dr. Thomas Wilde, BIG Social Media:

  • Mit dem das Social Media ein Teil von Marketing wird, heißt es in einigen Unternehmen – dass sich die Zielsetzung beim Monitoring und der Analyse von der Messung von Buzz und Sentiment hin zur Identifikation von Leads und Opportunities verschiebt (insb. im B2B)
  • Ferner muss Social als Hub zunehmend kanalübergreifend Inputs für eine bessere Customer Experience bereitstellen

Die Analyse darf nicht beim Kennzahlen-Reporting stehen bleiben, sondern muss Zugang zu den Veränderungen im Meinungsbild geben

Mit dem, dass die Beobachtung und Analyse von Social Media zunehmend die Gewinnung von ganzheitlichen Customer Insights und der Maßnahmenplanung für weitere Marktaktivitäten dienen muss, gilt für die Lösungen, dass sie dem Entscheidern einen besseren Zugang zu den entscheidungsrelevanten Informationen geben müssen. Statt einem zahlenbasierten Reporting über statistischen Kennzahlen historischer Vorfälle und Zustände, braucht es leicht verständliche Darstellungen über die Dynamik der Meinungsbilder und Entwicklungen von Themen und Meinungsführerschaften.

Volker Meise, linkfluence:

  • Das Monitoring muss heute entscheidungsrelevante Erkenntnisse über Veränderungen in Social Media bieten.
  • Konkret braucht es einen einfachen Zugang zu Trendanalysen bei Themen und Meinungsbildern sowie Analyse von Zusammenhängen/Vernetzungen von Themen und Meinungsführern.

Christoph Holz, Visalyze:

  • Klassische Social Media Metriken und Kennzahlen sind irreführend – siehe US Elektion.
  • Analyse-Werkzeuge müssen einen einfachen Drill-Down zu Daten und den dahinterliegenden Datenpunkten bieten.

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Insgesamt zeigt die Interview-Reihe einen spannenden Trend, der einmal mehr die Ausrichtung der Diskussionen beim kommenden Monitoring Forum am 07. Dezember in München bestätigt.  Im Kern geht es darum, dass Social Media Monitoring & Analyse nun im Dienste des ganzheitlichen Ansatz des digitalen Marketing muss.

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