Bent Böer (Hyundai): Social Media und Content Marketing braucht eine Content Performance Messung!

Im zweiten Referenten-Interview zum Monitoring Forum haben wir heute die Antworten von Bent Böer, Marketing Manager – Content & Social Media bei Hyundai. Er wird beim Monitoring Forum über das Thema “Content Performance Messung” sprechen – sprich darüber, wie gemessen werden kann, welchen Nutzen ein “Content” erzielt. Das ist ein komplexes Thema mit verschiedenen Betrachtungswinkeln und wir haben daher Bent schon einmal im Vorfeld der Veranstaltung befragt, was er darunter versteht.

bent_boeer

1. Bent – Du wirst wieder einmal mit einem Referat beim Monitoring Forum 2016 dabei sein. Mit welchen drei Stichpunkten können wir Deinen Vortrag auszeichnen?

  • Personas und die automotive Customer Journey
  • Content Tags als Schlüssel zur erfolgreichen Analyse
  • Relevanz von Content Klassen im Corporate Publishing

2. Was ist das Besondere an der Bewertung von Content Performance in Zeiten von Social Media?

Es gibt immer zwei Seiten. Die Erste und Wichtigste ist die der Mehrwerte für die Empfänger der Inhalten in  den sozialen Netzwerken. Hier geht es oft nur um einfache Unterhaltung, aber auch um konkrete Mehrwerte der Inhalte für die Suche nach Lösungen für Informations- und Entscheidungsproblemen im Alltag wie z.B. die Suche nach einem neuen Auto. “Aufgezwungene” Inhalte funktionieren gerade in Social Media nicht so gut – das kann jeder messen.

Die Aufgabe ist daher, erstens die Content Performance an der Relevanz für den Nutzer messen und zweitens an der Resonanz bzw. der Interaktionen im so genannten “Marketing Funnel”.

Dabei sein ist nicht gut genug. Eine erfolgreiche Facebook-Seite kann nur in Verbindung mit anderen Unternehmenskanälen zum Erfolg des Unternehmens beitragen. Ein viraler Hit im Netz, der nicht auch die organische Suche anregt oder messbar zu mehr Anfragen wie z.B. Produkt „Test-Drives“ auf der Webseite führt, ist nutzlos.

3. Was ist die große Herausforderung bei dem Thema Content Performance?

Content Performance beginnt bei den Unternehmenszielen. Schwierig ist vor allem, wie man den Verkauf eines Autos in Wuppertal am 13. Oktober mit einen Social Media Post aus dem Juni verbinden kann! Der Weg dorthin ist meistens diffus. Wir brauchen also bessere Plattformen und Marketing-Infrastruktur. Bei Hyundai tun wir gerade viel in diese Richtung. Der Launch des Hyundai IONIQ, dem einzigen Auto, das alle modernen elektrischen Antriebe bietet, war rein Digital. Es musste viel erklärt werden und es war auch eine neuen Zielgruppe. Eine zentrale Funktion hat hier die Webseite, die dies alles zusammen führt.

4. Was sind für Dich die wichtige Messgrößen beim Thema Content Performance?

Leider gibt es nicht die wichtigsten Messgrößen. Es hängt davon ab, was am Ende herauskommen soll. Ein neues Produkt, das mehr Erklärungen braucht, ist auf die richtige Story und Veröffentlichungen auf relevanten Kanälen angewiesen. Es geht um die bekannte Frage, wie kommt der richtige Content zu den richtigen Leuten aus dem richtigen Grund im richtigen Format? Jetzt kann man sich zu jedem Punkt überlegen, wie man das messen kann. Dann hat man schon einmal sehr wichtige Messgrößen.

5. Welche Anforderungen stellt das Thema an das Monitoring und die Analyse?

Monitoring wird dadurch komplexer. Was naturgemäß einen höheren Aufwand bedeutet, der auch einen konkreten Mehrwert liefern muss. Es sind heute viel mehr Datenquellen verfügbar, die analysiert werden können und die man in Verbindung miteinander setzen kann. Da ist es mitunter nicht immer einfach, genau den Teil zu finden, der diesem Mehrwert liefert.

6. Wie siehst Du die Zukunft beim Thema Content Performance?

Dieses Jahr muss man „Bots“ erwähnen. Das ist ja ein wichtiger Trend für Marketing und Kundenservice. Für Content bedeutet das eigentlich nur, dass es auch hier persönlicher werden wird. Gute Inhalte wollen immer stärker auch auf die Interessen von kleinen Gruppen ausgerichtet sein. Das schafft das Content Marketing oder Corporate Publishing nicht ohne Automatisierung.

7. Was sind Deine Erwartungen an das Monitoring Forum?

Ich war zweimal dabei, einmal mit einem Vortrag und einmal als Teilnehmer. Und es waren immer Themen dabei, die mir konkret geholfen haben oder neue Ideen für meine Arbeit brachten. Wenn es wieder so viele tolle Beiträge gibt, ist es für mich ein voller Erfolg. Aber davon gehe ich jetzt schon aus.

Die Entwicklungen in Analytics und Monitoring stehen ja immer noch ganz am Anfang. Da muss man keine Angst haben, das es nichts Neues mehr gibt.

Vielen Dank für das Interview.

Jetzt schnell Teilnahme zum Monitoring Forum am 07. Dezember in München sichern!



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.