Dietmar Dahmen: Der Content ist King, aber der Kontext ist King Kong

Die Keynote von Creative Consultant Dietmar Dahmen auf der CeBIT Digital Marketing & Experience Arena 2016 war sicherlich eines der Highlights der Veranstaltung. Dahmen, der über mehr als 20 Jahre Erfahrung im Bereich Marketing und Werbung verfügt, ist heute ein weltweit gefragter Redner und Innovations-Experte. Für uns ein guter Grund, seinen Vortrag noch einmal Revue passieren zu lassen.

Dietmar Dahmen on stage @ CeBIT Digital Marketing & Experience Arena 2016

Fluidity is the new normal

Was oder wer ist heute eigentlich noch „normal“? Diese Frage wirft Dietmar Dahmen zu Beginn seiner 30-minütigen Keynote in den Raum. Schnell wird klar: „Normal“ gibt es heute nicht mehr. Unternehmen müssen umdenken und dürfen in ihren Kunden keine große Masse mehr sehen, sondern vielmehr viele einzelne Individuen, deren Entscheidungsprozesse alles andere als linear sind. Dahmen bringt es auf den Punkt: In der Customer Journey herrscht pures Chaos. Der Kunde ist ein “fast moving target”, das sich sehr schnell von einer Lebenssituation zur Nächsten, damit von einem Thema zum Nächsten undvon einem Touchpoint zum Nächsten bewegt. Für Unternehmen heisst das: Anpassungsfähigkeit und Vielfältigkeit der Aktivitäten zur Kundenansprache auf individueller Ebene. Dahmen spricht hier von “Fluid Content” als Beschreibung der Inhalte und “Fluid Marketing” als Kennzeichnung der Kundenansprache. Ein immer an den jeweiligen Kontext angepasstes Marketing ist der Schlüssel zum Erfolg.

Kontext-Marketing als das Ende des USP

Eindrucksvoll schildert er die Entwicklung des Marketing vom reinen Massen-Marketing, über Zielgruppen- und Individuen-Marketing hin zum heute relevanten Kontext-Marketing. Doch braucht ein Unternehmen dafür noch einen klar definierten USP (Unique Selling Proposition – des vom Unternehmen definierten und verfolgten Unterscheidungsmerkmal ggü. seines Wettbewerbs)? Laut Dietmar Dahmen ist die Antwort „Nein!“. Aus Sicht des Kunden ist ein USP alles andere als „Unique“, sondern vielmehr „Uniform“ und an alle Kunden gleichermaßen gerichtet. Mit Individualität hat das wenig zu tun. Was es heute braucht ist ein ISP, oder auch „Individual Selling Proposition“, welche für jeden Kunden anders lautet. In einer Zeit, in der das Smartphone zu unserem ständigen Begleiter geworden ist, gilt es sich immer wieder neu zu fragen: Worauf kommt es eigentlich an? Welche Marketing-Strategie führt mich an mein Ziel?

Dietmar Dahmen stellt hierfür 4 entscheidende Trends vor:

  • Connectivity – Die Möglichkeiten der digitalen Vernetzung nutzen!
  • Simplicity – Benutzerfreundliche Interfaces!
  • Speed – Die Menschen denken in immer kürzeren Zeiteinheiten: „Real-Time rocks!“
  • Data – Es kommt nicht darauf an, wie viele Daten ein Unternehmen hat, sondern was es damit macht!

 

Auf unserer 2016-Veranstaltung hat Dietmar Dahmen viele interessante Innovationen und Entwicklungen angesprochen, beispielsweise auch den “Amazon Dash Button” – sprich die Vernetzung von Marketing und Vertrieb in den Kontext, wo der Kunde den Bedarf hat. Für die Diskussionen auf CeBIT Digital Marketing Arena  2017 bleibt festzuhalten, dass die Umsetzung und die Adressierung der “fluiden” Ansprüche der Kunden durch ein “Kontext-Marketing” weiter durchleuchtet werden müssen. Es muss geklärt werden, was davon nachhaltig in der Marketing- und Vertriebsrealität angekommen ist und welche neuen Möglichkeiten für kunden-orientierte und dennoch zunehmend automatisierte Prozesse es geben wird. Es bleibt spannend!

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