Wie viel Wiederholung bei der Verbreitung von Inhalten darf sein? #d2m16

Das Thema “redaktionelle Planung” wie auch “Distribution der Inhalte” ist immer wieder ein heiß diskutiertes Thema auf Barcamps wie dem Community Camp oder unserem D2M SUMMIT. Ein Tweet im HootsuiteDE-Kanal brachte mich gestern wieder auf das Thema:

Im verlinkten Beitrag aus 2015 beschreibt Paul Sackmann von Hootsuite / Deutschland, warum sie das vielfache Wiederholen eines Beitrages befürworten:

“Wer ein großes Publikum hat, muss auch dafür sorgen, dass er von allen gehört wird. Stimmt schon, Ihre regelmäßigen Follower könnten denselben Tweet ein paarmal zu sehen kriegen – aber wir haben trotzdem das Gefühl, dass der Nutzen hier größer ist als das Risiko.”

Auch wenn die Wiederholung angepriesen wird, so wird dann im weiteren Artikel schon empfohlen, die Inhalte zu variieren:

  • Wandeln Sie den Tweet-Text immer wieder ab, bis Sie die ideale Variante für Ihr Zielpublikum gefunden haben.
  • Ändern Sie auch das Bild, das Sie an den Tweet anhängen, bis Sie eines haben, das besonders gut ankommt.
  • Variieren Sie die Hashtags, die den Tweet verschlagworten, um so neue Publikumsschichten zu erreichen.
  • Versenden Sie den Tweet an unterschiedlichen Tagen und zu verschiedenen Tageszeiten, um Ihr Zielpublikum auf der ganzen Welt erreichen zu können.

Auch wenn ich nachvollziehen kann, dass man natürlich zu einem Zeitpunkt nicht immer alle Follower erreicht und es auch unterschiedliche Nutzungszeiten der sozialen Medien innerhalb der Follower gibt, so will ich dann doch nicht akzeptieren, dass eine derartige hohe Wiederholungsrate (44mal!) der richtige Weg ist.

In einem für mich guten Referenz-Beitrag zur Social Media Planung von Kevan Lee im Buffer-Blog (“How to Schedule Social Media Content for Next Week, Next Month, and Next Year”) werden verschiedene Tipps gegeben, welche Empfehlungen es für die Publikation und Distribution von Inhalten gibt. Dabei geht es sowohl um die Variation der Beitragsarten (Mehrwert-Content vs. Werbe-Content) als auch um die Verbreitung und dem Promotion der Inhalte.

In Bezug auf die Frequenz der Wiederholungen wird dabei im Speziellen nicht eingegangen – nur auf die allgemeine Frequenz und Zusammenhang mit dem “roten Pfaden” in der Story. Und hier sehe ich meinen Kritikpunkt an der Empfehlung im Hootsuite-Blog – eine blanke Wiederholung mag eventuell für Experten-Blogs funktionieren, aber für Unternehmen gilt es entlang des “roten Pfadens” der Kerngeschichte auch inhaltliche Varianten zu kreieren.  Die hochfrequentierte Wiederholung eines einzelnen Beitrages ist dann doch eher klassische Promotiondenke – und nicht Fortführung einer redaktionell variierten Geschichte.

Aber ich lass mich da gerne vom Gegenteil überzeugen und freue mich über Kommentare und Diskussionen. Beim D2M SUMMIT werden wir das Thema an verschiedenen Stellen aufgreifen – sowohl in der Keynote mit Catriona McLaughlin als auch in den Praxisbeiträgen von Timor Ehsani (bonprix) und Tom Noeding (DER Touristik) – ich freue mich schon auf den Austausch.

 




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