Cassandra Krause: Influencer-Identifizierung bedeutender im Social Media Monitoring

Cassandra KrauseAls Marketing Managerin (DACH) bei Digimind ist Cassandra Krause Spezialistin für das Social Media Monitoring-Tool, Digimind Social. Zuvor sammelte sie Erfahrungen bei Sony Creative Software, GIZ und UN Women Nationales Komitee Deutschland. Sie studierte Germanistik und Politikwissenschaft an der University of Wisconsin in den USA und absolvierte ihren Master in Internationalen Studien an der Goethe Universität, Frankfurt am Main. Ihre Tweets finden Sie unter @cassandradigi.

1. Cassandra, Digimind ist Sponsor des kommenden Social Media Monitoring Forums Anfang Dezember. Mit welchen drei Schlagworten würdest Du den aktuellen Status beim Social Media Monitoring beschreiben?

ROI: Unternehmen investieren immer mehr Ressourcen in Social Media und wollen den ROI mittels Social Media Monitoring messen

Influencer-Identifizierung: die Rolle der Influencer gewinnt mehr an Bedeutung und viele Kommunikationsabteilungen und PR-Agenturen legen Wert auf Beziehungsmanagement mit Influencern

Big Data: Besonders bei B2C-Unternehmen gibt es eine große Menge an verfügbaren Daten, die sinnvoll gefiltert werden müssen, um nützliche Ergebnisse zu erzielen.

2. Als ein globales Social Media Monitoring Unternehmen habt Ihr Einblicke in verschiedene Industrien/Branchen. Was sind die Unterschiede in den Anforderungen an Social Media Monitoring aufgrund der Industrie/Branche. Oder gibt es da keine Unterschiede?

Die größten Unterschiede bei Anforderungen in verschiedenen Industrien sind die Kanäle, auf welchen die Online-Konversationen stattfinden; die Menge an Daten; und die Suchbegriffe und Tags, die beobachtet werden müssen. Wir sehen jedoch weniger Unterschiede zwischen den Industrien, als zwischen den Unternehmensabteilungen, die Social Media Monitoring einsetzen oder von den Monitoring-Aktivitäten unterstützt werden. Die Zwecke des Monitorings (Produktmanagement, Markenführung, Beobachtung von Kampagnen, Kundendienstberatung, usw.) bestimmen die Anforderungen und Vorgehensweise mehr als die Industrie. Da viele Social Media Fachleute, besonders in der Unternehmenskommunikation oder PR sehr ähnliche Tätigkeiten haben, freue ich mich auf die Diskussion beim Workshop “Gemeinsame Herausforderungen der Social Media Manager”.

3. Sind Social Media und Social Media Monitoring Bestandteil des Tagesgeschäfts in allen Unternehmen oder siehst Du noch Nachholbedarf?

Bei vielen Unternehmen haben die Social Media Monitoring Verantwortlichen andere Aufgaben, die die Zeit für das Monitoring beschränken. In diesem Fall sind Alerts von dem Social Media Monitoring Tool über wichtige Neuigkeiten entscheidend. Die Erstellung von personalisierten Dashboards innerhalb des Tools kann auch viel Zeit sparen, indem der User sich einloggen kann und einen schnellen Überblick der letzten Tage oder Wochen erhält.

4. Gibt es bestimmte Funktionen, die jedes Social Monitoring haben sollte? Welche sind das?

Ja, ich würde sagen, dass die Mindestanforderungen sind: Flexible Filterung von Daten (Sprache, Medientyp, Sentiment, usw.), benutzerfreundliche Erstellung von Berichten und automatische Alerts. Darüber hinaus muss ein Tool den Anforderungen des konkreten Projekts entsprechen. Am wichtigsten ist es, ein übersichtliches, benutzerfreundliches Tool auszuwählen, mit welchem der User schnell klar kommt und Zeit bei der Umsetzung und Durchführung des Projekts spart.

5. Gibt es einen nachhaltigen Shift zu Mobile Messaging und Chat-Diensten wie WhatsApp? Wie können Unternehmen monitoren, was auf diesen Plattformen geschieht?

Mobile Messaging-Dienste und Social Media-Plattformen sind nicht direkt vergleichbar und müssen differenziert betrachtet werden. Nachrichten auf Messaging-Dienste sind ähnlich wie SMS-Nachrichten und sind für 1-zu-1-Zwecke gedacht, wobei Posts auf Social Media-Plattformen größere Leserkreise erreichen. Die Nachrichtenart ist unterschiedlich: Was die User über Messaging-Dienste versenden, würden sie nicht auf Social Media teilen. Deshalb muss die Privatsphäre der Messaging-Dienste respektiert werden – Unternehmen müssen die Grenzen der öffentlichen Daten bei Mobile Messaging erkennen.

6. Welche Trends siehst Du, auf die Unternehmen für das Social Media Monitoring achten sollten?

Wir sehen, dass Social Media Analysten ihre Suche auf mehrere Kanälen erweitern müssen. Mittlerweile gibt es viele relevanten Daten auf Kanälen wie Instagram und Pinterest, die in der Vergangenheit meist ignoriert wurden.

Ein zweiter Trend ist erweitertes Benchmarking von mehreren Faktoren. Nicht nur Marken müssen verglichen werden, sondern auch Sprache, Länder, Medientyp und Sentiment. Je mehr Faktoren verglichen werden, desto besser kann das wahre Markenimage entdeckt werden.

7. Was sind Deine Erwartungen für das Social Media Monitoring Forum?

Es ist mein erstes Social Media Monitoring Forum, deswegen freue ich mich hauptsächlich auf viele neue Gesichter. Ich bin gespannt auf die Gespräche und die Gelegenheit, mich mit vielen Fachexperten austauschen zu können. Die Sprecher sind von Top-Unternehmen und es gibt sicherlich viele interessante Tipps von den Fallstudien.

Vielen Dank für das Interview, Cassandra

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Frank Hamm

Frank Hamm ist selbstständiger Berater für Kommunikation und Kollaboration. Er berät und unterstütz Unternehmen, Organisationen und Personen bei dem digitalen Wandel. Über seine Themen Enterprise 2.0, Social Business, Social Collaboration, Public Relations, Social Media und Office Productivity bloggt er im INJELEA-Blog.







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