Auf der Suche nach dem “geilen Content”!

Über diverse Beiträge in meiner Facebook-Timeline bin ich auf die Blogparade von Mirko Lange zum Thema “Geiler Content – wie geht das?” aufmerksam geworden. Die Frage hat ja viele Facetten – wie es auch von Mirko Lange in seinem Aufruf schon aufgezeigt wurde. In diesem Blog haben wir auch schon öfters über mögliche Erfolgsfaktoren für gutes Corporate Storytelling und Content-Marketing (und auch hier und hier) geschrieben – dennoch kamen mir beim Durchlesen der verschiedenen Beiträge der Blogparade noch einige Punkte, die ich an dieser Stelle auch als Beitrag für die Blogparade noch zur Diskussion stellen möchte.

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Geiler Content ist vor allem wirkungsvoller Content!

Stöbert man durch die verschiedenen Beiträge der Blogparade, wird die schon so oft diskutierte Vielschichtigkeit des Verständnisses von Content deutlich. So interpretiert die Riege der Blogger “geilen Content” oft auch als “Inhalte mit Seele und Herz” – sprich das Geschriebene muss authentisch wirken und dem Schreibenden auch wirklich zugesprochen werden können. Die Storytelling-Enthusiasten stellen insbesondere auf die inhaltliche Aufmachung ab – bei der es auf den fesselnden Plot, den guten Spannungsbogen und die faszinierenden “Helden” ankommt. Die SEO-Community interessiert vor allem die Effekte für den SERPs, bei denen es gemäß dem letzten Google Panda Update und den Auswertungen von Sistrix wieder darauf ankommt einen “hohen Anteil längerer, redaktioneller Texte” zu haben. Für die Social-Media-Leute muss der Inhalt wieder ein Feedback- oder Weiterempfehlungspotential haben. Die Kommunikationsabteilungen sehen wiederum die Wirkungen der Inhalte im Kontext einer gewünschter Positionierung und Reputation – und Marketing und Vertrieb die verkaufsfördernden Effekte der Inhalte.

Eins ist aber für alle gleich: Die Inhalte müssen eine Wirkung erzeugen! Auch der/die Blogger/in und der/die Storytelling-Enthusiast/in wird sich eingestehen, dass es um die Wirkung – nämlich um die Bindung des Lesers als wiederkehrendes Eyeball für das Blog und das Content-Angebot – geht. Alles was zu “künstlich” und zu “künstlerisch” daherkommt, wird dabei die Wirkung verfehlen.

Informationswert und Relevanz sind wichtig – Aussage und Empfehlungspotential ebenso!

Plump gesagt ist “geiler Content” ja “anmachender Content” – sprich der mich als Leser fasziniert bzw. im SEO-Kontext die Suchmaschine zur Indexierung veranlasst. Sprich es muss die avisierten Leser ansprechen, ihnen einen Informationsnutzen (sprich einen Mehrwert) geben und dies auch inhaltlich und formattechnisch (z.B. durch verstärkende Bild- oder Video-Inhalte) rüberbringen. Das ist natürlich je nach Leser- und Interessengruppe sehr unterschiedlich zu bewerten, was dabei “anmachender Content” ist.

Was heute aber dann bezüglich der Aufbereitung der Inhalte ebenso wichtig ist – dass es “snackable content” bleibt. Beim Social Web Breakfast in München hat es Mathias Ziegler am 30.04. erst noch einmal auf den Punkt gebracht:

Die sozialen Netzwerke sind heute Reichweiten-Sprungbretter für jede Art von Content. In einer Infografik haben wir hierzu auch einmal die Analogie zum Sternenbild bzw. Sonnensystem gefunden. Dies machen sich gerade Plattformen wie buzzfeed und heftig.co im überzogenem Maße für ihre Traffic-Gewinnung zu nutze – aber im Grunde zeigen diese Plattformen, welche Power die sozialen Netze bei richtiger Nutzung haben.

Die Bereitstellung von “geilem Content” braucht ein Umdenken im Unternehmen!

Eins macht die Diskussion um die Erfolgsfaktoren von “geilem Content” sicherlich noch einmal deutlich – es geht nicht mehr darum nur eine konsistente Text-Bild-Kombination bereitzustellen – sondern es müssen verschiedene Mechanismen des digitalen und sozialen Umfeldes beachtet werden. Hier braucht es die entsprechenden Kompetenzen und ein abteilungsübergreifendes Zusammenwirken – denn sonst lassen sich die Anforderungen an Relevanz, Aktualität, SEO-Wirkung, sozialer Empfehlungsgüte, Emotionalität, Reputations- und Imagebeitrage, Konversionwirkung und Authentizität nicht erfüllen.

Wie Unternehmen dieser Herausforderung begegnen und beantworten, wollen wir in unseren Sessions “Content-Marketing” und “Corporate Storytelling” beim diesjährigen Digital Marketing & Media SUMMIT diskutieren. Diverse Praxisberichte zeigen wie “geiler Content” aussehen kann – es würde mich freuen, wenn wir uns dort sehen würden!

 




  1. HenryGra says:

    Viele tolle Beispiele zum Thema “guter Content” findet man auch unter den zahlreichen Beiträgen für den Xovilichter SEO Contest. Dabei geht es darum ein fiktionales Keyword, nämlich Xovilichter, zu optimieren und damit möglichst hoch bei google.de zu ranken. Ein Beispiel für kreativen Content wäre dabei z.B. die OMS Seite.

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