Martin Szugat: Der “social” Faktor muss gelebt und in jeden Unternehmensbereich integriert werden

Martin Szugat, Leiter Business Analytics & Discovery, plus-it GmbH

Martin Szugat, Leiter Business Analytics & Discovery, plus-it GmbH

Unser zweites Interview haben wir mit Martin Szugat geführt, Head of Business Analytics & Discovery bei der plus-IT GmbH und beständiger Speaker und Workshopper des #d2m und des #somofo. Er kennt sich damit aus, was die Zielgruppe lockt und sagt sehr wohl (entgegen aktueller Trendprognosen), dass “social” unbedingt als Erfolgsfaktor gelistet bleiben, sogar deutlich intentiver in die Arbeitsprozesse integriert werden muss. Warum er das so sieht und was noch auf Unternehmen zukommt – lest selbst:

  1. Martin, wie ist Deine Einschätzung zur Situation der Integration von “Social” in den Gesamtkontext der digitalen Strategien und Konzepte der Unternehmen in 2014? In welcher Beziehung steht Social zu den anderen Maßnahmen? (Silo versus Integriert, Nuklus- versus Satelitenfunktion)

 Die Situation ist bei den Unternehmen sehr unterschiedlich, unabhängig von der Unternehmensgröße: einige stehen erst am Anfang, sprich überlegen in Richtung Social Media Marketing & Kampagnen, andere integrieren Social in alle Unternehmensbereiche (Service, Sales, Marketing, Entwicklung) oder vernetzten gar die Unternehmensbereiche über soziale Kanäle enger miteinander. Einige Branchen haben hier einen höheren Reifegrad (Telcos, Travel), andere Branchen rennen ein wenig hinterher (Banken, Versicherungen). Ein Trend, der sich in 2014 abzeichnet, ist die Integration von Social Data im Rahmen von Big Data-Initiativen in das Marketing für die Markt- und Kundenforschung.

  1. Was sind die großen Herausforderungen für die praktische Umsetzung der Integration in 2014?

Das Thema Datenschutz auf der rechtlichen Seite und Privatsphäre auf der Nutzerseite wird Unternehmen in 2014 besonders beschäftigen. Und die Frage wie ich Social nicht als Marketing-Kanal verstehe und für mein Unternehmen nutze, sondern in meine Produkte als inhärenten Produktvorteil einbaue und Social als Plattform begreife, z.B. indem ich meine Inhalte, Angebote oder Produkte über den Social Graph und den Interest Graph personalisiere und teilbar und gemeinsam erlebbar mache.

  1. Worauf sollten die Unternehmen in 2014 setzen, um ihren digitalen Markenkern zu stärken?

Unternehmen sollten „Social“ leben und nicht bloß machen. Oder um es zu „entfloskeln“: wir müssen die Mitarbeiter von Social begeistern, wir müssen ihnen erklären, wie es ihnen bei ihrer Arbeit hilft und wie sie damit den Kunden helfen können. Social muss raus aus den Social Media-Abteilungen und weg von den Social Media-Agenturen und zu den Mitarbeitern der einzelnen Abteilungen.

  1. Welchen Beitrag kann und sollte der Digital Marketing & Media SUMMIT hierfür in 2014 leisten?

Orientierung im Trend-Wirrwarr geben, unterschiedliche Perspektiven aufzeigen (rechtlich, technisch, konzeptionell, strategisch), erfolgreiche Lösungen vorstellen, Entscheidungshilfen bieten und einen Ausblick auf die Zukunft geben.

Herzlichen Dank für das Interview, Martin!



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