Social Web Breakfast: “Erfolgreiches Reporting ist individuell und bedarf Analysten!”

Das letzte Social Web Breakfast in München ist zwar schon ein bisschen her. Vor dem Hintergrund des vergangenen Social Media Monitoring FORUMs wollte ich den beim Frühstück disktutierten Schwerpunkt aber noch einmal aufgreifen. Zu Gast hatten wir gleich drei Experten: Susanne Ullrich, Claudia Gunkel und Markus Pflugbeil diskutierten über Herausforderungen und Erfolgsfaktoren beim Social Media Reporting.
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Grundsätzlich versteht man unter dem Social Media Reporting die periodische Erhebung und Auswertung historischer Daten von eigenen und fremden Interaktionen im Social Web. Wie hier und hier schon erwähnt, betonten auch die Diskutanten vermehrt die Notwendigkeit festgelegter Zielsetzungen in Form von konkreten KPIs, die den Reporting-Prozess in seiner Analyse angesichts des immensen Datenvolumens zusehends präzisieren und verschmälern. Denn nur dadurch gewinnen die Ergebnisse an Relevanz für konkrete Absichten.

UnbenanntOrganisatorische und strategische Herausforderung

Einmal mehr bestätigten uns die Referenten, dass noch immer in vielen Unternehmen Aufklärungsbedarf besteht hinsichtlich einer verankerten, zielorientierten Strategie. Auch wenn das Bewusstsein einer entsprechenden Social Web Überwachung oftmals gegeben ist, fehlt es nach wie vor an wesentlichem Know-How – das wurde im Zuge des #somofo auch deutlich. Kosten- und Zeiteinsparungen sind dabei verzweifelte Versuche, den Prozess so effizient wie möglich aufzusetzen. Doch das Gegenteil ist der Fall – insbesondere an einem umfangreich betreuten Monitoring sollte eben nicht gespart werden. Strategisch nachhaltig verankert, leistet es den gesuchten Mehrwert für nachziehende, effiziente Geschäftsprozesse.

Vor allem die Toolauswahl sollte in Anlehnung an eine konkrete Zielsetzung erfolgen und nicht über Faktoren wie Zeit- und Budgetaufwand entschieden werden. Häufig diskutiertes Thema in diesem Zusammenhang ist unter anderem auch die automatisierte Sentiment-Analyse zur Auswertung und der damit erhofften Ressourcenersparnis, die aber unzuverlässiger nicht sein kann. Es funktioniert nicht ohne händische Nacharbeit!

Wie wird der Prozess im Unternehmen ausgelegt?

Und das nicht zuletzt, da der Monitoring-Prozess ein durchweg agiles Nachbearbeitungsvorgehen bedarf, das laufend an Entwicklungen angepasst werden muss. Die SWB-Diskussion legte dabei zwei Ausprägungen offen – es muss sowohl ein abteilungsübergreifendes als auch ein abteilungsspezifisches Monitoring implementiert werden. Während der umfangreichere Report standardisierte Vorgänge erfasst wie die Verlaufs- und Benchmarkkennzahlen, muss auch – und das vor allem – ein abteilungsspezifisches Monitoring durch individuelle Analysearbeit garantiert werden, die relevante Daten ausgehend von abteilungsgebundenen Zielsetzungen aus Big Data selektiert.swbmuc

Dazu bedarf es entsprechender Spezialisten, die über ein branchenspezifisches Know-How verfügen, um die notwendige, erfolgsversierte Relevanz der Daten für den jeweiligen Geschäftsbereich beurteilen zu können.swbmuc3

Ein guter Lösungsansatz, finde ich, ist in dem Rahmen die virtuelle Organisation, wie Sascha Adam von Axel Springer sie beim #somofo vorstellte. Über eine zentrale, übergeordnete Stelle werden dabei die Monitoring-Stellen der einzelnen Geschäftsbereiche überwacht und individuell mit abteilungsspezifischen Daten versorgt. Welche Erfahrungen bringt Ihr bei dem Thema mit. Ist das Reporting bei Euch schon individuell oder doch noch sehr allgemein aufgesetzt?