Martin Szugat: Social Data gilt als primäre Quelle für die Zielsetzung kundenorientierter Erfolgskampagnen

Martin SzugatAnders als im Februar sind für das kommende Social Media Monitoring Forum zwei Seminare am Vortag der eigentlichen Konferenz in Planung. Es handelt sich dabei einmal um ein Grundlagen-Seminar, geführt von Anna-Maria Zahn von ForschungsWeb, die insbesondere für Neulinge eine Einführung der Thematik und den aktuellen Stand des Prozesses vorstellt. Parallel dazu findet ein Seminar mit dem Fokus auf Social Data statt. Konkreter: um das Social Data Management für Marketing, Sales und Service. Noch konkreter? – Okay,wir haben bei dem Workshop-Leiter Martin Szugat, Leiter Business Analytics & Discovery der plus-IT GmbH einmal genauer nachgefragt, was uns erwartet:

1. Herr Szugat, wir freuen uns, dass Sie auch beim diesjährigen #Somofo einen Workshop leiten – mit welchen drei Stichworten lässt sich dieser verorten?

 Facebook Connect, Social CRM, Social Data

2. Was ist Social Data und wie werden diese Daten ‘gewonnen’?

Der Begriff „Social Data“ bezeichnet personenbezogene Daten, die aus sozialen Kanälen und Plattformen gewonnen werden, insbesondere über Kampagnen im Rahmen des Social Media Marketings zum Beispiel auf Facebook mittels einer Facebook App sowie über Social CRM, Social Commerce- oder Social Utility-Lösungen auf der eigenen Website, die mittels Social Logins wie Facebook Connect an ein Social Network angebunden sind.

3. Was sind die Voraussetzungen, dass Unternehmen mit Social Data ihrer Kunden arbeiten können?

 Die Nutzer müssen dem Unternehmen explizit die Erlaubnis erteilt haben, diese Daten auszulesen, zu speichern und zu verwerten. Dies erfolgt bei einem Social Login im Rahmen der App-Authentication. Darüber hinaus schreiben die Richtlinien beispielsweise von Facebook vor, dass die Anwendung diese Daten auch tatsächlich zum Betrieb derselben benötigt, d.h. ein reines Datensammeln für die Kunden- oder Marktforschung ist nicht zulässig. Die Anwendung muss dem Nutzer also einen Mehrwert im Austausch für seine Daten bieten.

4. Im Workshop diskutieren Sie die Nutzungsmöglichkeiten der Daten in Marketing, Sales und Service. Wo liegen die größten Potentiale? Kann man da einen Bereich herauspicken?

Im Marketing geht es vor allem darum, besser zu verstehen, wer die Kunden und die Interessenten der eigenen Produkte sind und ihre Bedürfnisse, demografischen Eigenschaften und Interessen genauer kennenzulernen. Der Sales profitiert insbesondere davon, einzelnen Kunden personalisierte Angebote machen zu können, die eine höhere Wahrscheinlichkeit haben in einem Kauf zu enden.

5. Welche Erkenntnisse wollen Sie den Workshop-Teilnehmern mit auf den Weg geben?

Ein erfolgreiches Social Media Marketing und Social Business ist Data-driven, d.h. erstens dass vor der kreativen Konzeption einer Kampagne oder eines Produktes die Formulierung von Hypothesen und von Kennzahlen steht und dass zweitens alle relevanten Daten erfasst und Entscheidungen anhand der Zahlen getroffen werden, die aus den Daten generiert werden.

Das so als grundlegender Einstieg. Mich persönlich hat das schon sehr neugierig gemacht, schließlich bin ich als Nutzer sozialer Netzwerke in diesen Prozess involviert, wenn auch mehr unbewusst. Mich interessiert deshalb vor allem, inwieweit die Gewinnung und Verwertung meiner Daten möglich ist und wo der Prozess an seine Grenzen stößt. Das dürfte für die Neueinsteiger im Monitoring-Umfeld, aber vor allem auch für die Experten unter Euch spannend werden. Vielleicht habt Ihr ja auch schon im Vorfeld ein paar diskussionsfördernde Einwürfe zum Thema?

Ich bedanke mich jedenfalls für das Interview und bin gespannt, was das Seminar für Lösungsansätze für den Prozess zu Tage fördert.

Hier könnt Ihr Euch für den Workshop anmelden.