Melanie Gömmel: Themenrelevanz und Influencer-Potential bleiben trotz Monitoring Interpretationssache

Melanie Gömmel

Auch für das kommende #Somofo wollen wir uns zur besseren Vorstellung der einzelnen Sessions vereinzelte Einblicke in die verschiedensten Erfahrungswerte unserer Referenten verschaffen. Neben den Video-Interviews von letzter Woche, die allgemein den Monitoring-Markt und die aktuellen Fortschritte der verschiedenen Anbieter beleuchten, gibt uns nun Melanie Gömmel, Social Media Redakteurin beim WWF Deutschland, Einsicht in den Monitoring-Prozess ihres Unternehmens. Sie erzählt, welche Zielsetzung vom WWF mit dem Social Media Monitoring verfolgt wird, inwieweit der Prozess in die bestehenden Geschäftsprozesse involviert ist und welche Art der Professionalisierung noch immer in der Reife ist.

 

1. Frau Gömmel, Sie sind im Dezember als Referentin auf dem #SoMoFo anzutreffen – mit welchen drei Stichpunkten würden Sie Ihren Vortrag zunächst auszeichnen?

#Praxisnah, #kurzundbündig – mit vielen #Tierfotos

2. Was sind die Ziele der Social-Media-Aktivität von WWF und welche Bedeutung hat hierbei der Monitoring-Prozess?

Wir wollen die Netzgemeinde für Umwelt- und Naturschutzthemen sensibilisieren. Durch unser Social-Media-Monitoring-Programm identifizieren wir relevante Medien, Beiträge und Autoren, treten mit neuen Zielgruppen in Kontakt und steigern damit langfristig die Reichweite unserer Botschaften.

3.Wie ist ihr Monitoring-Prozess organisiert – sprich wer ist in welchen Schritten darin involviert?

Wir haben kein spezielles, marktforschungsaffines Kompetenzteam für das Thema Monitoring. Genauer: Die Verwaltung des Tools ist im Bereich Social Media angesetzt – je nach Zielsetzung oder Kampagne sind andere Abteilungen und Kollegen aus der Abteilung „Öffentlichkeitsarbeit und Politik“ involviert, da unser Themenspektrum sehr breit ist.

4. Was sind die besonderen Herausforderungen des Monitoring-Prozesses im Rahmen der Social Media Kommunikation des WWF

Ich denke, dass Monitoring-Tools die beste Wirkung entfalten, wenn große Teile der Organisation darin involviert sind bzw. das Bewusstsein für die Notwendigkeit eines Monitoring-Systems gestärkt ist und der Mehrwert erkannt wird. Die Prozesse dafür haben wir bereits eingeleitet, wir müssen aber noch viel Unterstützungsarbeit anbieten und Aufklärungsarbeit leisten, damit sich verschiedene Abteilungen für das Thema Monitoring zusammenfinden.

5. Welche künftigen Entwicklungen sehen Sie in Ihrem Projekt auf sich zukommen?

Über die Relevanz der Inhalte und Botschaften sowie über die politische Bedeutung für die Organisation ist mithilfe von Monitoring Tools natürlich noch nichts gesagt. Die finale Interpretation unterliegt derzeit immer noch uns selbst. Denn: Influencer im Bereich Umwelt- und Naturschutz werden von den gängigen Tools z. B. aufgrund von einer mangelnden Anzahl an Fans/Followern nicht als Multiplikatoren erkannt. Auch die Frage, ob diese Influencer tatsächlich andere Personen in ihrer Meinung beeinflusst haben, kann nicht beantwortet werden. Die Bewertung ist also noch relativ vage – und funktioniert nur, wenn sich eine Person damit beschäftigt. Inwiefern sich diese Interpretation der Ergebnisse entwickelt, kann ich nicht sagen.

 

Es bleibt also ein zumeist stark subjektiver Prozess, das Monitoring. Insbesondere was die Themenrelevanz und  das Influencer-Potential betrifft. Dennoch ist es ein gut bewährtes Hilfsmittel. Inwieweit der Einsatz die Kommunikation des WWF beeinflusst und unterstützt, wird Frau Gömmel noch sehr viel detaillierter im Dezember ausführen. Ich freue mich drauf.

Vielen Dank für das Interview!