Melanie Gömmel: Es geht um den Aufbau von nachhaltigen Beziehungen und nicht künstlichen Interaktionen!

Für das zweite Referenteninterview zum #d2m13 konnten wir Melanie Gömmel, Social Media Redakteurin beim WWF, gewinnen, uns ein paar Fragen zu beantworten. Als Social Media Redakteurin ist sie Teil der Unit Digitale Kommunikation beim WWF, die sich redaktionell nicht nur um Social Media, sondern um sämtliche Online-Auftritte (hier auch ein interessantes Interview aus dem PRReport). Beim CommunityCamp 2012 initiierte sie eine spannende Session zu den Herausforderungen der veränderten EdgeRanks und dem richtigen Verhältnis von “Cat Content” und seriösem Content gesprochen. Beim #d2m13 haben wir sie für eine Session zum “Social Media Management” eingeplant.

1) Fr Gömmel – Sie sind Social Media Redakteurin beim WWF Deutschland und berichten uns beim kommenden Digital Marketing & Media SUMMIT von Ihren Erfahrungen im Bereich des Community-Aufbaus und Social Media Management der Facebook Fanpage des WWF. Mit welchen drei Schlagworten können wir Ihren Beitrag auszeichnen?

#kritisch #praxisnah #kurzundbündig


2) Wieviele Fans hat der WWF auf Facebook? Und wieviele erreichen Sie davon mit einem durchschnittlichen Beitrag?

Aktuell fast 130.000. Ingesamt umfasst unser Netzwerk (Facebook, Twitter, GooglePlus, YouTube, etc.) rund 220.000 Fans/Follower.
Mit einem Facebook-Beitrag erreichen wir rund 35 Prozent unserer Fans. Allerdings meine ich damit nur diejenigen, die unsere Meldungen potentiell wahrgenommen haben (im Ticker, im Newsfeed, etc.). Viel ausschlaggebender ist für uns die Anzahl derjenigen Fans, die mit unseren Beiträgen interagieren und z. B. Links zu Hintergrundartikeln anklicken, eigene Artikel zum Thema verfassen etc.

3) Was ist die Zielsetzung hinter der Facebook-Aktivität des WWF?

Wir wollen Menschen für die Anliegen des WWF mobilisieren und die Netzgemeinde für Naturschutzthemen sensibilisieren. Menschen zum Zuhören zu bringen ist der erste Schritt. Das wollen wir erreichen, indem wir WWF-Geschichten in eine lebendige, interessante Form bringen und im Netz verbreiten.
Im besten Fall folgt daraufhin langfristig irgendwann eine Tat (z. B. in Form einer Spende, einer Unterschrift zu einer Petition etc.) oder eigenes Engagement.


4) Worin liegen für Sie die wesentlichen Herausforderungen bei der Sicherung des Erfolges Ihrer Kommunikationsaktivitäten auf Facebook?

Es ist eine Herausforderung, unsere Fans nicht nur kurzfristig zum Zuhören zu bringen, sondern auch langfristig an unsere Themen zu binden und eine nachhaltige Beziehung zu engagierten und partizipationswilligen Usern aufzubauen. Damit unsere Bemühungen auf Facebook auch nachhaltig Früchte tragen, genügt es also nicht, kunstvoll Interaktion zu erzeugen. Aber die Reise hat erst begonnen – in den nächsten Jahren werden sich die Möglichkeiten auf Facebook und im Netz noch um ein Vielfaches ändern.


5) Welche Tipps und Tricks können Sie anderen Social Media Manager bei der Begegnung dieser Herausforderungen mitgeben?

Facebook, Twitter und Co. sind beim WWF Deutschland jetzt schon wesentliche Kommunikationswerkzeuge mit einer großen Reichweite. Das ist eine enorme Chance für uns! Um mehr aus unserer Community herauszuholen bzw. unsere Community in langfristige Unterstützer zu konvertieren, müssen wir neue Wege gehen und viel Neues ausprobieren. Dabei können wir uns auch mal irren, und dieser Weg erfordert viel Austausch, Abstimmung und Überzeugungsarbeit innerhalb der Organisation. Ein langer Atem ist also gefragt!

6) Was erwarten Sie sich vom Digital Marketing & Media SUMMIT?

Ich freue mich darauf zu sehen, wer sich für die WWF-Community interessiert und evtl. den einen oder anderen nützlichen Tipp für uns hat! Und natürlich darauf, Leute zu treffen, die tagtäglich vor ähnlichen Herausforderungen stehen.

Wir danken Melanie Gömmel für die Beantwortung der Fragen – und freuen uns auf den Austausch mit ihr beim #d2m13.


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