Oliver Tabino: Eine Kombination aus Monitoring und klassischer Marktforschung gewährleistet Zielgruppen-Repräsentativität

Das Band an Beiträgen rund um das Thema Social Media Monitoring reißt nicht ab. In der Vorbereitung zum Social Media Monitoring Forums kommende Woche am 05./06. Februar hat Björn sich mit Oliver Tabino von linkfluence Deutschland, einem weiteren Lösungsanbieter in der Kategorie Social Media Monitoring (siehe hier eine Liste mit  bisherigen Interviews zum Thema Social Media Monitoring) getroffen. Der Geschäftsführer der deutschen Ländergesellschaft von linkfluence Frankreich und Sozialforschungsexperte berichtet im Video über die Entwicklungen bei Linkfluence vom Institutsansatz zu einem Produktanbieter aufgrund der Marktveränderungen sowie den Herausforderungen von Social Media Monitoring für die Marktforschung:

Linkfluence Historie

  • Startup, das sich 2003 aus einem Studentenprojekt entwickelte.
  • Behandelt die Themen Web Internet Politik, Computer Linguistik
  • Versteht sich als Marktforschungsinstitut für Social Media
  • 2012 Gründung einer deutschen Gesellschaft

Linkfluence als Forschungsinstitut für soziale Medien/Konversation?

  • Aus Forschungsergebnissen folgt Beratung/Grundlagenschaffung von Insights des Webs/strategische Kommunikation für Kunden
  • Entwicklung + Launch eines Social Monitoring Tools: Radarly (einem Dashboard-orientierten Produktansatz zum Social Media Monitoring)

Gründe für die Entwicklung von Radarly

  • Es besteht zunehmend der Bedarf an Social Media Monitoring Produkten, insbesondere für Community Manager und Social Media Manager für die Do-It-Yourself-Analyse
  • Abdeckung sämtlicher Serviceebenen –> Anpassung an eigenes strategisches Portfolio, um Marktentwicklung zu berücksichtigen

Bedarf spiegelt die Veränderungen im Kompetenzfeld “Social Media” wider

  • Kompetenz mit Social Media ist auf Kundenseite deutlich mehr vorhanden als vor 2 – 3 Jahren
  • Gefragt sind intuitive Nutzung/Usability durch Selbstbedienung, interessante Optik, damit auch Business Usern eine einfache Nutzung garantiert wird
  • Immer noch wichtig sind optimierbare/individuelle Quellenabdeckung durch konkrete Zielgruppenbestimmung
  • Herausforderung der Balancefindung zwischen Infomüll und -überfluss

Herausforderungen beim Social Media Monitoring im Bereich der Marktforschung/Entdeckung

  • Wichtigste Frage: Relevanz der Ergebnisse für Gesamtzielgruppe – hier gibt es natürlich Themen, für die das mehr oder weniger gilt! Dies gilt es zu erkennen und zu berücksichtigen!
  • Berücksichtigung, dass das Social Media Umfeld aus unterschiedlichen Communities mit verschiedenen Zielgruppenperspektiven besteht. Ermittelte Ergebnisse für singuläre Communities lassen sich nicht immer übertragen oder gar als repräsentative Aussage für die Gesamtheit der Internet-Nutzer festhalten!
  • Entfernung von der quantiativen Datenanalyse, mehr in Richtung des explorativen Verstehens der Psychologie der Menschen, um Insights für Trendforschung zu finden

Repräsentativität von Social Media Marktforschungsergebnissen?

  • Verschiedene Zielgruppen sind noch nicht komplett im Web zu erreichen
  • Kombination mit klassischer Marktforschung, um blinde Flecken auszuleuchten –> umfassender Überblick durch Ergänzung der Vorteile des einen Ansatzes zu den anderen
  • Schnelligkeit des Webs nicht zu unterschätzen, Informationen in Echtzeit ermöglichen erste Hypothesenentwicklung