Authentizität bewährt sich als reichweitenstarker Erfolgsfaktor im Social Media

Beim gestrigen Social Web Breakfast in Köln präsentierten dieses Mal Diana Stroman und Jennifer Diehl-López von Sparhandy die Social Media Aktivitäten und Entwicklungen ihres Unternehmens mit anschaulichem Best Practice Material. Denn auch der Online-Handyshop nimmt sich dem Trend an, ihre Kundenbindung über die persönliche Ebene auf Augenhöhe zu generieren. Welche Erfolgsfaktoren daraus hervorgehen und inwieweit Unterschiede – gerade im Umgang – zwischen einem Shitstorm und klassischer Kritik bestehen, erklärten die Social Media Verantwortlichen während der gemeinsamen Frühstücksrunde.
Einige Teilnehmer waren währenddessen wieder am Twittern und verschafften mir so einen guten Einblick in die Thematik:

http://storify.com/SocialBreakfast/social-web-breakfast-koln-social-media-aktivitaten

 

An authentischem Content erfreuen sich Zuhörer und Autoren 

“Wir brauchen einen Blog. Macht das mal. Und macht es gut.” So in etwa lautete die Einstiegsphrase  der Social Media Aktivitäten von Sparhandy.de.
Als der Blog 2008 startete, belief sich der Content zunächst auf ausschließlich kommerzielle Beiträge, die nur wenig Zuspruch fanden und den Spaßgehalt für die Leser wie auch die Autoren nicht maßgeblich förderten. Deshalb ging das Unternehmen von Fremd- und Promo-Content schließlich zu persönlichen Beiträgen über und siehe da – die persönliche Schiene sprach nicht nur die Zuhörer an, auch die Blogautoren merkten, dass sie lieber Content produzierten, der auch sie selbst interessierte.

Authentizität heißt das Stichwort – und die zahlt sich aus. Die eigenen Erfahrungsberichte wecken das Interesse von Fans wie auch Stakeholdern und führen zu nachhaltigen Beziehungen, erzählen Stroman und Diehl-Lòpez. Und mittlerweile kann bei 30000 Blogzugriffen pro Monat auch von reichweitenstarken Beziehungen die Rede sein.

2009 erblickte dann auch die Facebook Seite des Unternehmens das Licht der Welt. Twitter, YouTube etc. folgten. Und bei der Pflege gilt die Devise “Social Media muss gelebt werden”. Da gibt es keine begrenzte Stundenanzahl. Wer mit Spaß bei der Sache ist, legt auch gerne mal Überstunden ein oder twittert von zu Hause aus.

Auch mit Gewinnspielen hat der Handyshop keine durchweg schlechten Erfahrungen gemacht. Sinnvoll seien sie, um Reichweite und die Verkaufsförderung zu stärken. Allerdings können noch so viele Fans darauf anspringen, nachhaltig sei auch das Gewinnspiel nur mit entsprechendem Mehrwert.

In Krisen geht Ernsthaftigkeit vor Unterhaltung

Ausnahmen der persönlich humorvollen Note und ausreichend transparente Content-Gestaltung sollten vor allem in Krisen anvisiert werden, um dem Kunden und Zuhörer die erforderliche Sicherheit und Seriosität zu bieten. Wobei Stroman und Diehl-Lòpez klar zwischen Shitstorm und Kritik unterscheiden – “Kritik ist nicht gleich Shitstorm”. So sei bei einem Shitstorm gegenüber der Kritik keine sachliche Debatte möglich und selten ein langfristiger Schaden anzunehmen, wogegen auf Kritik stets reagiert werden sollte, um schwerwiegende Imageschäden zu verhindern und um daran zu wachsen.

Damit es aber gar nicht erst dazu kommt, ist vor allem die Früherkennung von Krisen mittels der verschiedenen Kanäle wichtig. Auch dazu bedarf es eines systematisch verankerten Vorgehen bei der Beobachtung, wobei das Monitoring bei Sparhandy.de noch manuell – sprich durch intelligente Verknüpfung verschiedener Open-Source-Tools – gemacht wird. Aber laut Stroman entwickle man mit der Zeit auch ein Bauchgefühl hinsichtlich der Krisenentstehung, wie z.B. wenn es um den Release eines neuen iPhones geht, emotionsfördernde Waffe und damit Krisenverursacher schlechthin.

Es bewährt sich also immer wieder – und das war auch Thema des Digital Marketing & Media SUMMIT – dass persönlicher Content, mit dem sich die Zuhörer und Stakeholder identifizieren und den authentischen Wert der Aussagen erkennen können, in Social Media den größten Zuspruch erhält, vor allem auch im Bereich des Affiliate-Marketings. Nicht ohne Grund heißt es “social” Media, kaum ein Unternehmen bedient sich heutzutage nicht den Möglichkeiten und Chancen der sozialen Interaktion. Deswegen ist es auch so wichtig, Content tatsächlich selbst anstatt über Agenturen zu generieren. Sparhandy geht auch da mit gutem Beispiel voran.


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