Heute schon Fans und Follower gekauft oder immer noch althergebracht gewonnen?

megaphone © by kimba

Derzeit gehen einmal wieder die Geschichten über die Vielzahl der Fake-Accounts auf den sozialen Plattformen um. Sowohl Politiker, Musiker, Prominente wie auch Unternehmen stehen in der Anklage, zu viele Fake-Accounts unter ihren Fans und Followern zu haben. Mit dem Dienst StatusPeople lassen sich nun die Twitter-Accounts auf ihre Ratio zwischen Fake- und Real-Accounts ermitteln. Facebook hat schon eingelenkt und versucht nun, von “höchster” Stelle die Fake-Accounts zu bekämpfen.

Infografik zu Twitter Fake Profiles von Social Selling University

Für Twitter hat die Social Selling University nebenstehende, nette Infografik zusammengestellt, die das Thema Fake-Accounts und ihre Ratio zu “echten” Accounts für US-amerikanische Politiker und Prominente aufschlüsselt und wieder einmal den Verdacht nach gekauften “Followern” aufbringt.

Hieraus geht hervor: “At least 11,283 Twitter users have purchased more than 72,000 fake followers”.

Und warum machen die das?

Letztendlich soll damit die Glaubwürdigkeit und die Autorität der Person und der Marke in diesem Medium verargumentiert und insbesondere bei den Politikern als basisdemokratisches Maß der Richtigkeit der eigenen Meinung herangezogen werden.

Auch wenn es gerade an verschiedenen Stellen diskutiert wird, so ist das Thema ja nicht ganz so neu: Denn schon im letzten US-Wahlkampf gab es diese Vermutungen und im Dezember letzten Jahres musste Newt Gingerich über seine Follower-Gewinnungspraxis medial stolpern.

Leider ist aber festzuhalten – dass diese Praxis nicht nur die absoluten Follower-Zahlen einmalig anhebt, sondern auch den Zulauf von “realen” Personen als Follower fördert. Bill Rundle hat im Selbstversuch feststellen können, dass dies auch funktioniert und der Kauf von Follower durchaus zu einer schnelleren Zunahme der Real-Follower-Zahlen führt.

Das Thema hat ja auch schon seine eigene Begrifflichkeit: Astroturfing, was die gekaufte Parteinahme zu Personen und Themen in sozialen Netzwerken bezeichnet. Nun mag der “Neue-Medien-Kritiker” geneigt sein und dem Netzwerk die Schuld geben, dass es dieses Verhalten ja provoziert – weil doch die sozialen Netzwerke auf dem Vernetzungsgedanken funktionieren und die Follower-Zahl eine beliebte Erfolgskenngröße ist.

Sten Franke schreibt aber, dass sich mit dem neuen Dienst zeigt, “dass im Social-Web gilt: Schummeln gilt nicht und geht immer irgendwann nach hinten los“. In diesem Sinne empfehlen wir beim Erzählen von spannenden Geschichten zu bleiben und auf organische Weise Fans und Follower zu gewinnen und Engagement mit der Marke nachhaltig zu sichern!

 

 


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