Warum Web Intelligence FORUM und nicht Web Analytics FORUM?

Mit der Idee, eine Veranstaltung rund um das Thema “Web-Erfolgskontrolle” aufzusetzen, gingen wir bei Kongress Media schon eine ganze Zeit lang “schwanger gegangen”. Es brauchte dann auch mehrere Anläufe um diesen Event nun endlich auf die Beine zu stellen – so hatten wir bereits Planungen für einen Event im Juni 2008 und Oktober 2008 laufen. Beides zerschlug sich, weil nicht ausreichend Fallstudien für das Programm gefunden werden konnte. Nun allerdings – habe wir nach unserer Ansicht ein ganz ordentliches Programm zusammenbekommen – und ein Dank hierfür gebührt u.a. auch den Empfehlungen und Gesprächen mit mehreren deutschen Web Analytics/Web Controlling-Experten (in Person von Thomas Brommund, Wolfgang Büscher, Peter Gentsch, Sven Gerber und Oliver Schiffers).

Während die ersten Event-Planungen allerdings noch unter dem Titel “Web Analytics FORUM” liefen – sind wir nun beim Titel “Web Intelligence FORUM” gelandet. Welche Gedanken dieser Namensänderungen zugrunde liegen, habe ich in dem Hintergrundtext zur Veranstaltung dargelegt:

Online fordert ein neues Verständnis von der Web-Erfolgskontrolle

Online ist für viele Unternehmen ein zunehmend wichtiger Wertschöpfungskanal. Sei es zur Kontaktgenerierung, zur Kundenkommunikation, zur Kaufabwicklung oder für die Servicebereitstellung – der Ressourceneinsatz in diesem Bereich muss ständig verfolgt und optimiert werden. Denn im steigenden Wettbewerb um die Aufmerksamkeit der Online-Nutzer braucht es professionelle Management-Konzepte für die Online-Aktivität, um erfolgreich zu sein. Die strategisch-orientierte Erfolgsmessung und -steuerung der Online-Aktivität bildet dabei den Grundstein für einen ständigen Optimierungsprozess.

Ein solcher Ansatz bedarf eine in zweierlei Hinsicht ganzheitliche Sichtweise auf die Online-Aktivität. Zum einen muss der Ansatz über das klassische Reporting der Online-Nutzung hinausgehen und eine integrierte Sicht auf die Kundeninteraktionen bieten. Zum anderen muss die Web-Analyse mehr als nur die Online-Nutzungsdaten berücksichtigen. Welche Herausforderungen und Erfolgspotentiale derartige Ansätze innehaben, ist Gegenstand des Web Intelligence FORUMs.

Also im Kern geht es uns dabei darum, dass Online für viele (aber natürlich nicht alle) Branchen wichtiger wenn nicht sogar am Wichtigsten geworden ist – und einen substantiellen Beitrag zur Unternehmenswertschöpfung leistet. Dabei geht der Beitrag über die klassischen Punkte wie die Generierung eines Kundenkontaktes oder eines Online-Kaufes weit hinaus. Als komplementär integrierter Kanal leistet Online heute vielfach zudem seinen Beitrag in der Qualifizierung des Kunden durch sein Online-Informations- und Entscheidungsverhalten, in dem gewonnenen Kundenfeedback im Rahmen partizipativer Konzepte oder gar in der selbständigen Problemlösung von Anwendungs- bzw. Gebrauchsproblemen des Produktes. Bei all diesen erweiterten Nutzenszenarien kann und darf Online nicht mehr singulär, sondern immer integrativ betrachtet werden. Und das bedeutet auch, dass die Erfolgskontrolle nicht mehr “nur Online-Nutzungs-zentriert” erfolgen darf, sondern einen erweiterten Blickwinkel haben muss. Sowohl im Hinblick auf die berücksichtigen Daten als auch die Implikationen, die aus der Analyse gewonnen werden.

Schaut man nun auf die klassischen Begrifflichkeiten der Web-Erfolgsmessung wie “Web-Statistik”, “Web-Controlling” oder “Web-Analytics”, so greifen die Begriffsdefinitionen an dieser Stelle vielfach zu kurz – deshalb haben wir die Veranstaltung – nicht zuletzt auch durch den Hinweis von Sven Gerber – unter den Titel der “Web Intelligence” gestellt. Dabei wollen wir hier keine neue Begriffsbildung betreiben, sondern nur in Bezug auf die Veranstaltung eine Spezifizierung vornehmen.

Ich freue mich über ein Feedback.

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