Kommentar zu den 7 Thesen von Thomas Brommund

Beim Herumsurfen ist mir heute noch das Blog “SmartMetrics” des Teams vom Unternehmen “ContentMetrics” in die Hände gefallen – was mir in meiner bisherigen Liste noch fehlte. Beim Stöbern der Artikel ist mein Augenmerk auf den Artikel “7 Thesen für die Zukunft der Web Analytics” von Thomas Brommund gefallen, zu dem ich einige Anmerkungen habe:

  • In den Thesen 1-3 definiert Thomas Brommund unterschiedliche Szenarien über die Entwicklung des Bereichs “Web Analytics” in den Unternehmen. Mir stellt sich hierbei die Frage, ob die Entwicklungen nicht stark von der Branche bzw. dem Wirtschaftsbereich abhängig ist. Letztendlich hat doch Online in E-Commerce-Unternehmen eine andere Bedeutung als im Investitionsgüterbereich. Während bei Ersterem das Unternehmen und seine Wertschöpfung als Ganzes nahezu in der Online-Welt abgebildet werden kann, werden auch mit dem weiteren Bedeutungszuwachs des Internet im Investitionsgüterbereich die Unternehmenswertschöpfung von der Online-Wertschöpfung in großen Teilen divergieren. Letzteres wird sich in diesem Bereich wohl vorwiegend auf die Kundenbetreuungs- und -serviceaktivitäten beschränken. Sicherlich bedarf es auch hier integrierter Online- und Offline-Auswertungen, aber jeweils in unterschiedlichen Kundenlebenszyklus-Phasen.
  • Bzgl. der These 5 kann ich die Aussage über die “Kommoditisierung” des Software-Bereiches durchaus unterstreichen – in der Folge stelle ich mir aber die Frage, ob es statt dem “Kompetenzrufes” nicht zu einer Öffnung und Standardisierung des Marktes kommt – wie es halt auch in anderen Systemmärkten der Fall ist. Ich denke, kein Entscheider wird in Zukunft in 1-2 Jahreszyklen die Systeme komplett auswechseln wollen, sondern auf einer Anwendungsplattform mit neuen Ergänzungen – evt. auch von Drittanbietern – sein Projekt weiterentwickeln.
  • Bei der These 7 würde ich noch die “Hoffnung” ergänzen, dass mit dem Aufbau von Web Analytics-Kompetenz auch eine Veränderung im Verständnisses dieser Anwendung einhergeht. Denn wir auf dem XING-Gruppenstammtisch diskutiert, kann nur ein stärkeres strategisches Verständnis im Hinblick auf eine kontinuierliche Verbesserung der Online-Wertschöpfung die wirklichen Potentiale dieses Bereiches ausspielen.

Soweit zu meinen zwei Cents – freue mich auf Feedback.


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