Verzahnung von Nutzer- und Redaktionsinhalten als Aufgabe für Medientechnologien 2.0

Nachfolgend noch ein paar Antworten des Event-Sponsors InterRed, zu deren Sichtweise auf das Thema Web 2.0. Die InterRed GmbH aus Siegen ist Anbieter einer Content-Management-Lösung mit starker Ausrichtung auf Online- und Offline-Publikationsvorgänge in Medienunternehmen. Die Antworten wurden bereitgestellt von Andreas Nentwig, seines Zeichens Sales Manager bei InterRed.

1. Wohin geht die Entwicklung in Redaktionssystemen entlang der Web 2.0 Anwendungen?

Redaktionssysteme werden sich zukünftig noch mehr den typischen Web 2.0 Anwendungen annähern. Hierbei wird es insbesondere auch um die Integration der Abläufe ins CMS gehen. Erst dies ermöglicht es, dass viele Web 2.0 Anwendungen auch durch Redaktionssysteme einfach pflegbar und konfigurierbar sein werden.

2. Wie sieht das idealtypische Redaktionssystem der Zukunft aus?

Durch die schon genannte Integration von Web 2.0 Applikationen wie User Generated Content und User Generated Feedback in das Redaktionssystem werden alle Vorgänge transparenter. Dies öffnet neue Wege der Kommunikation und ermöglicht eine Kostenersparnis bei gleichzeitiger Produktivitätssteigerung.

3. Inwieweit planen Sie Community- bzw. Mitmach-Module in dem InterRed Redaktionssystem aufzunehmen?

Die aktuelle InterRed-Version 9.0 unterstützt schon jetzt derzeitige Web 2.0 Features und bringt umfangreiche Community-Funktionen direkt mit. Zukünftig werden die bereits vorhandenen Unterstützungen für UGC (= User Generated Content), UGF (= User Generated Feedback) und Social Networking noch stärker ausgebaut und mit neuen Funktionen versehen. Bereits jetzt sind die unterschiedlichsten Web 2.0 Portale mit InterRed live und online: Z.B. “download.chip.eu”, “AutoBild.de” und “Jolie.de”.

4. Was sind die Web 2.0 Anwendungen, die die Nutzer am meisten begeistert?

So vielschichtig wie die Nutzerinteressen sind auch die Anwendungsmöglichkeiten von Web 2.0. Deshalb ist die Begeisterung der Nutzer auch eher themenspezifisch (Portal-abhängig) zu sehen. So gab es schon immer das Interesse in Communities oder aber direkt an bestimmten Themen bzw. Nachrichten rege Diskussionen zu führen. Ebenso sind natürlich die hinlänglich bekannten Video- und Musikportale, deren PI’s viele andere Websiten in den Schatten stellen ein Beispiel für die Nutzung der Userinteressen. Bestes Beispiel für erfolgreiches Web 2.0 ist natürlich auch download.chip.eu. Ein Portal, wo Benutzer Downloads einstellen, bewerten, kommentieren und übersetzen können. Die Grundlage bildet auch hier InterRed.

5. Wie beurteilen Sie auf lange Sicht die Entwicklung des Mitmachweb?

Wir sehen im Web 2.0 eine Steigerung der Nutzer- bzw. Leserkompetenzen, welche in naher Zukunft weiter ausgebaut werden dürften. Web 2.0 trägt dem schon immer vorhandenen Interesse am “Mitmachen” Rechnung. Bisher mehr oder weniger getrennte Abläufe in der Planung, der Erstellung und der Produktion von Web-Inhalten werden in Zukunft noch stärker miteinander verzahnt. Diese Prozesse “handhabbarer” zu gestalten und gleichzeitig daraus entstehende neue Geschäftsfelder zu beachten wird immer stärker auch zur Aufgabe der kommenden technologischen Entwicklungen.