Gewerkschaft 2.0: Community und Kampagnen online

Besonders interessant ist es, finde ich, wenn Offline-Gemeinschaften sich online engagieren und online vernetzen. Da ist deutlich mehr Nachhaltigkeit gegeben, als beim rein digitalen Site-Hopping: heute hier, morgen dort – Kundenbindung: (nahe) NULL.
Steffen Büffel vom Weblog “Media Ocean” beschäftigt sich mit solchen Themen und schult, referiert zu und berichtet von der gewerkschaftlichen Onlinearbeit . Sein <a href=”http://www.media-ocean.de/2007/04/02/gewerkschaft-20-gewerkschaftliche-onlinestrategien/”>Thesen-Fazit einer aktuellen Tagung</a>:

  • (Auch) die Gewerkschaften kommen nicht umhin, sich (auch) online den Veränderungen der Netzwerkgesellschaft zu stellen. Sie haben nicht die Wahl, sondern stehen wie so viele anderen gesellschaftlichen Bereiche auch unter Zugzwang. Dabei ist der Zug noch längst nicht abgefahren, aber er rollt. Wann und mit welcher Strategie man aufspringt, ist aber gut zu überlegen.
  • Schnellschüsse a la “Ab ins Second Life!” wären der falsche Weg. Die bestehende Community aus Millionen von Gewerkschaftsmitgliedern auch im Netz abzubilden, ist dagegen ein richtiger, wichtiger und meiner Ansicht nach unumgänglicher Weg. Diesen Weg einzuschlagen, ihn ernst zu nehmen und vor allem auch sich unter den Gewerkschaften zu koordinieren ohne dabei die Profile der Gewerkschaften zu verwischen, ist dabei die große Herausforderung.
  • Gewerkschaft 2.0 ist crossmedial, interaktiv und verzahnt Offline und Online. Nicht zu vernachlässigen sind Aspekte der regionalen und lokalen Verankerung. Diese sind neben der berufsgruppenspezifischen Ausrichtung der Gewerkschaften wichtige identitätsstiftende Faktoren für bestehende und potentielle Mitglieder. Mehrwerte online ergeben sich also neben der Vernetzung der Mitglieder nach gemeinsamen Themen auch im Zusammenhang mit der Regionalität.
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